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Tadeus Reichstein (1897 -1996)
Tadeus Reichstein wurde 1897 in Wloclawek, Polen geboren. Nachdem er seine Kindheit in Kiew sowie in Jena verbrachte zog er mit seiner Familie in die Schweiz. Nach dem Besuch der Oberrealschule studierte er Chemie an der ETH Zürich und promovierte 1922 bei Professor Hermann Staudinger (Zusammensetzung der Aromastoffe von geröstetem Kaffee). 1931 wurde er Assistent von Prof. Leopold Ruzicka. Im Jahr 1938 übernahm er die Leitung des Pharmazeutischen Instituts der Universität Basel.
1946 erhielt er die Möglichkeit zusätzlich den Lehrstuhl für Organische Chemie zu übernehmen. 1950 erhielt er für die Entdeckungen bei den Hormonen der Nebennierenrinde, ihrer Struktur und ihrer biologischen Wirkungen den Nobelpreis für Medizin. Tadeus Reichstein isolierte die Hormone der Nebennierenrinde, klärte unter anderem die molekulare Struktur des lebenswichtigen Aldosterons auf und erkannte die therapeutische Wirksamkeit des Kortisons zur Behandlung rheumatischer Krankheiten. 1932 stellte Tadeus Reichstein Vitamin C auf einem Weg der Synthese her, der sich zur industriellen Produktion eignete. Von 1960 bis 1967 war er Direktor des Instituts für Organische Chemie an der Universität Basel