Häufig gestellte Fragen
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Wie schnell wirken Homöopathika?
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Wie lange/wie oft soll ich das Mittel anwenden?
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Muss ich während der Einnahme bestimmte Genussmittel, Speisen oder Getränke meiden?
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Gibt es Situationen, in denen Homöopathika nicht eingenommen werden dürfen?
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Dürfen Similiaplexe in Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden?
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Können Homöopathika Nebenwirkungen haben?
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Was tun bei einer Erstverschlimmerung?
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Kann ich die vorgeschriebene Tagesmenge auch auf einmal einnehmen?
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Was muss ich tun, wenn die Einnahme einmal vergessen wurde?
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Was ist zu tun, wenn Similiaplexe versehentlich in zu großen Mengen eingenommen wurden?
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Aufbewahrung von Homöopathika
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Sind in Similiaplexen Hilfs- oder Zusatzstoffe enthalten?
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Warum enthalten Homöopathika überhaupt Alkohol?
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Ist der Alkoholgehalt in Homöopathika ein Problem?
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Ermittlung des Alkoholgehaltes
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Ist der Alkoholgehalt für Kinder, Schwangere, Leberkranke etc. gefährlich?
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Darf ich nach der Einnahme Auto fahren?
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Wie finde ich einen naturheilkundlichen Therapeuten in meiner Nähe?
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Wo liegen die Grenzen für eine homöopathische Behandlung?
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Wo sind Similiaplexe erhältlich?
Wie schnell wirken Homöopathika?
Besonders bei akuten Beschwerden zeigen Homöopathika oft beeindruckend schnelle Ergebnisse. Ein fieberndes, verängstigtes Kind kann sich fast augenblicklich beruhigen und entspannen. Die jahrelange Erfahrung in der Therapie mit homöopathischen Mitteln hat gezeigt, dass ein richtig gewähltes Mittel bei akuten Erkrankungen bereits kurze Zeit nach der Verabreichung seine Reizwirkung auf den Organismus ausübt. Bei älteren, chronischen Leiden muss in der Regel einige Zeit auf einen erkennbaren Erfolg gewartet werden. Der Heilungsprozess wird zwar auch hier sofort aktiviert, das Resultat ist aber erst nach geraumer Zeit spürbar. In der Regel gilt:
- Akute Beschwerden (neu entstandene): Besserung innerhalb Minuten bis Stunden
- Chronische Beschwerden (alte oder stets wiederkehrende): Allmähliche Besserung innerhalb Tagen bis Wochen
Wie lange/wie oft soll ich das Mittel anwenden?
Die Wirkungsdauer einer Gabe hängt von der Reaktionsfähigkeit des einzelnen Organismus, der gewählten Potenz und der Zusammensetzung des einzelnen Mittels ab. Sie wird also von Patient zu Patient verschieden sein. Die in Dosierungsanleitungen genannten Angaben sind daher nur als Richtschnur zu verstehen, abweichende Anweisungen des Therapeuten müssen unbedingt beachtet werden!
Prinzipiell gilt: Über längere Zeit sollten auch homöopathische Arzneimittel nur auf therapeutischen Rat eingenommen werden.
Muss ich während der Einnahme bestimmte Genussmittel, Speisen oder Getränke meiden?
Nein, es ist jedoch bekannt, dass schädigende Faktoren in der Lebensweise und größere Mengen Genussgifte (z. B. Nikotin, Kaffee) die Wirkung homöopathischer Arzneimittel ungünstig beeinflussen können. Allgemein gilt: Eine vernünftige und ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung, möglichst in frischer Luft, sind der Gesundheit zuträglich.
Gibt es Situationen, in denen Homöopathika nicht eingenommen werden dürfen?
Ja, auch für Homöopathika gibt es manchmal Gegenanzeigen. Bei einer Bienengiftallergie z. B. dürfen keine Präparate, die als Wirkstoff Bienengift enthalten, verwendet werden. Manche Präparate sind im Falle einer Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht geeignet. Bitte beachten Sie daher auf jeden Fall die Angaben in der Packungsbeilage.
Dürfen Similiaplexe in Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden?
Einige Similiaplexe dürfen während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Daher sollten Sie Ihren betreuenden Therapeuten auf eine mögliche Schwangerschaft bzw. Stillphase hinweisen.
Aus prinzipiellen Erwägungen sollten Similiaplexe (genau wie alle anderen Arzneimittel) nur nach Rücksprache mit dem die Schwangerschaft betreuenden Arzt und nur nach kritischer Erwägung eingenommen werden.
Können Homöopathika Nebenwirkungen haben?
Ja, dies ist möglich, wenn auch eher selten. In manchen Fällen kann eine Heilreaktion auftreten, die in Fachkreisen Erstverschlimmerung genannt wird. Auch andere Nebenwirkungen sind im einen oder anderen Fall prinzipiell möglich. Beachten Sie hierzu die Angaben in der Packungsbeilage.
Was tun bei einer Erstverschlimmerung?
Die allermeisten Erstverschlimmerungen sind so fein, dass der Patient sie kaum bemerkt. Starke Heilreaktionen kommen eher bei der Behandlung chronischer Erkrankungen vor. Auch sie sind lästig, aber harmlos. Bei Auftreten von Erstverschlimmerungen soll das Mittel bis zum Abklingen der spürbaren Reaktionen abgesetzt und der Therapeut befragt werden. Dieser entscheidet dann, ob und wie evt. unter Reduzierung der Dosierung weiterbehandelt werden soll.
Kann ich die vorgeschriebene Tagesmenge auch auf einmal einnehmen?
Nein, wenn der Therapeut z. B. 6 mal täglich 15 Tropfen verordnet hat, dürfen nicht morgens 90 Tropfen genommen werden. Warum? Gerade bei homöopathischen Arzneimitteln ist neben der Menge auch die Häufigkeit der Anwendung wichtig. Mit jeder Einnahme wird ein kleiner Heilungsanstoß gegeben. Bei 1 x 90 Tropfen gibt es also nur 1 Heilungsanstoß, bei 6 x 15 Tropfen also 6 Heilungsanstöße pro Tag.
Was muss ich tun, wenn die Einnahme einmal vergessen wurde?
Das ist nicht schlimm, solange es nicht öfter passiert. Manchmal hilft es, sich kleine Erinnerungen zu schaffen, z. B. zur Zahnbürste stellen, auf den Abendbrottisch legen, einen Erinnerungszettel an den Spiegel kleben usw.
Was ist zu tun, wenn Similiaplexe versehentlich in zu großen Mengen eingenommen wurden?
Bisher sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt geworden. Bitte konsultieren Sie Ihren Therapeuten, der entscheidet, ob und welche Maßnahmen eventuell notwendig werden.
Aufbewahrung von Homöopathika
Bitte schließen Sie Verpackungen nach Gebrauch stets sorgfältig, damit der Inhalt nicht beeinträchtigt wird: Halten Sie Flaschen immer gut verschlossen, um das Arzneimittel am Verdunsten zu hindern. Lagern Sie insbesondere Tabletten nicht in Feuchträumen (z. B. Bad), damit kein Wasser aufgenommen werden kann. Bitte lagern Sie alle Arzneimittel möglichst kühl, trocken und nicht in der prallen Sonne, da sie sonst möglicherweise Ihre Wirkung verlieren können. Dies gilt für homöopathische Arzneimittel genauso wie für alle anderen Arzneimittel. Aus Prinzip: Alle Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren!
Sind in Similiaplexen Hilfs- oder Zusatzstoffe enthalten?
In allen Tropfenformen sind keine weiteren Hilfs- oder Zusatzstoffe enthalten, der Alkohol ist Bestandteil der Wirkstoffe, d.h. der eingesetzten homöopathischen Potenzen. In den Tablettenformen sind die Hilfsstoffe Calciumbehenat oder Magnesiumstearat enthalten, die benötigt werden, um die Tablette pressen zu können. Der enthaltene Milchzucker (= Lactose) ist der Trägerstoff für die homöopathischen Potenzen der Wirkstoffe und wird gleichzeitig zum Pressen der Tabletten benötigt. Weiterhin ist Maisstärke enthalten, die notwendig ist, damit sich die Tabletten rasch auflösen können.
Warum enthalten Homöopathika überhaupt Alkohol?
Der in Arzneimitteln eingesetzte Alkohol hat meist mehrere Funktionen:
- Gewinnung des Arzneistoffes
Alkohol wird insbesondere bei pflanzlichen Rohstoffen benötigt, um den Wirkstoff aus Pflanzen herauszulösen. Viele Wirkstoffe sind nämlich kaum wasserlöslich und nur durch Alkohol vom Pflanzenmaterial zu trennen.
- Stabilisierung des Arzneimittels
Eine flüssige Zubereitung eines Arzneistoffes muss vor dem Verderb geschützt werden. Dies kann entweder durch Konservierungsmittel (z. B. Parabene) oder durch Alkohol geschehen. Wenn also der Zusatz eines Konservierungsmittels vermieden werden soll, ist der zur Gewinnung des Arzneistoffes benötigte Alkohol gut geeignet.
- Resorptionsverbesserung
Bei einigen Stoffen, z. B. ätherischen Ölen, hilft Alkohol sogar, die Aufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt (= Resorption) zu erhöhen, d.h. die Wirksamkeit zu verbessern.
Ist der Alkoholgehalt in Homöopathika ein Problem?
Der Alkoholgehalt von Homöopathika muss für den einzelnen Fall betrachtet werden. Es gibt Arzneimittel, die z. B. wegen des Gehaltes an Urtinkturen einen höheren Alkoholgehalt haben als andere Arzneimittel. Die Alkoholmenge, die durch ein Arzneimittel mit 70 Vol.-% Alkoholgehalt in der Dosierung von 3 x täglich 20 Tropfen gegeben wird, kann durchaus geringer sein als die in einem anderen Arzneimittel mit z. B. 12,5 Vol.-% Alkohol, von dem aber 3 x täglich 2 Esslöffel eingenommen werden.
Ein Beispiel:
Arzneimittel A:   70 Vol.-%, Dosis: 3 x täglich 20 Tropfen
Alkoholgehalt:   0,4 g in 20 Tropfen, 1,2 g in der Tagesdosis. Arzneimittel B:   12, 5 Vol.-% Dosis: 3 x täglich 2 Esslöffel
Alkoholgehalt:   1,5 g pro Esslöffel, 9,0 g in der Tagesdosis.
1,2 g Alkohol kann bereits in ca. 300 ml Fruchtsaft enthalten sein. 9,0 g Alkohol sind ca. in 1 Glas Bier enthalten.
Merke: Nicht der Gehalt in Vol.-%, sondern die exakte Menge in der jeweils verordneten Dosis muss zur Beurteilung herangezogen werden.
 
Ermittlung des Alkoholgehaltes
Suchen Sie auf der linken Säule den Alkoholanteil in Vol.- und auf der rechten die Menge in Tropfen oder ml des Arzneimittels, die eingenommen werden soll. Diese beiden Punkte werden mit einer Linie verbunden. Am Schnittpunkt auf der mittleren Säule wird der Alkoholgehalt in Gramm abgelesen. Beispiel (blau eingezeichnet): von einem Arzneimittel mit 40 Vol.-% Alkohol werden 20 Tropfen eingenommen. Der Alkoholgehalt liegt bei 0,2 g.
Ist der Alkoholgehalt für Kinder, Schwangere, Leberkranke etc. gefährlich?
Aufgrund der üblicherweise sehr niedrigen Menge an Alkohol können normalerweise auch Kinder, Schwangere etc. diese Arzneimittel verwenden. Der genaue Gehalt kann mit dem Alkoholrechenlineal für jeden Fall einzeln kalkuliert und die Menge bewertet werden.
Tipp: Der Geschmack von Alkohol verschwindet, wenn die Tropfen in ein halbes Glas warmes Wasser gegeben und dann getrunken werden.
Wichtig: "Trockene" Alkoholiker müssen Alkohol in jeder Form und Menge vermeiden und bei Bedarf auf Tablettenpräparate zurückgreifen.
Darf ich nach der Einnahme Auto fahren?
Sofern in der Packungsbeilage keine Hinweise auf reaktionsverzögernde Wirkstoffe genannt sind, besteht wegen des Alkoholgehaltes kein Grund für eine Fahruntüchtigkeit. Selbst bei einer Einnahme von 3,75 g Alkohol aus einer Arzneidosis würden folgende Blutalkoholgehalte resultieren:
| 85 kg Körpergewicht: |    0,063 Promille |
| 60 kg Körpergewicht: |    0,089 Promille |
| 30 kg Körpergewicht: |    0,179 Promille |
Wie finde ich einen naturheilkundlichen Therapeuten in meiner Nähe?
Folgende Präparate liegen als Tabletten in der Packungsgröße 100 Stück vor:
Man kann sich entweder bei entsprechenden Therapeutenverbänden nach einer Adressenliste erkundigen oder bei entsprechenden Datenbanken im Internet (z. B. bei http://www.naturheilkunde.de) recherchieren.
Wo liegen die Grenzen für eine homöopathische Behandlung?
Die Grenzen liegen normalerweise in der Reaktionsfähigkeit des Körpers. Homöopathische Präparate sind also nicht angebracht bei Erkrankungen, bei denen eine Stimulation der körpereigenen Regulation erfolglos ist (z. B. insulinpflichtige Zuckerkrankheit). Selbstverständlich sind ebenfalls Erkrankungen, die chirurgisch oder intensiv-medizinisch zu behandeln sind, von der (alleinigen) homöopathischen Therapie auszuschließen.
Wo sind Similiaplexe erhältlich?
Alle Similiaplexe sind nur in Apotheken erhältlich, dort, wo die Fachleute für Arzneimittel Sie gut beraten können.
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