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Woher kommt Migräne?

  1. Entstehungswege der Migräne
  2. Ursachen
  3. Häufigkeit des Auftretens
  4. Geschlechtsverteilung und Eintrittsalter

Entstehungswege der Migräne

Bei einer Migräneattacke kommt es zu einer Verkrampfung der Muskulatur der Schädelgefäße, die in eine Erschlaffung übergeht. Sowohl der Krampf als auch die nachfolgende Erschlaffung der Muskulatur lösen Durchblutungsstörungen aus, die die Symptome des Migräneanfalls bedingen.
Der Gefäßkrampf kann stoffwechsel- oder hormonbedingt sein oder durch eine mechanische Irritation hervorgerufen werden. Bei stoffwechselbedingter Auslösung sind oft Schokolade oder Alkohol mit im Spiel. Vor der Menstruation oder im Klimakterium sind relativ schwankende Oestrogenspiegel oft die hormonell bedingte Ursache. Auch eine mechanische Irritation der Gefäßnerven, hervorgerufen durch eine Verspannung der Hals- und Nackenmuskulatur, kann als Auslöser in Frage kommen.

Ursachen

Die eigentliche Ursache, die zur Entstehung einer Migräneattacke führt ist noch ungeklärt. Es wurde eine Überaktivität des Hirnstammes festgestellt, verursacht durch eine extreme Erregung in der Hirnrinde. Der auftretende Kopfschmerz scheint „nur“ die schmerzhafte Erholung von einer gesteigerten Reizüberempfindlichkeit zu sein. Dies könnte das gehäufte Auftreten von Migräne an Wochenenden oder im Urlaub, also während Phasen der Entspannung, erklären.

Stress und eine Übersäuerung des Organismus beeinflussen die Schwere und/oder Häufigkeit der Anfälle negativ. Hier empfiehlt es sich durch eine basenreiche Ernährung, evtl. auch durch eine Nahrungsergänzung mit Basenpulver, dies auszugleichen. Auch die Ernährung sowie ein vorliegendes Ungleichgewicht in der normalen Darmkeimbesiedlung (Dysbiose) haben einen Einfluß. So lösen bei vielen Patienten tyraminhaltige Lebensmittel (z.B. Käse oder Rotwein) eine Migräneattacke aus.

Bei Kindern reicht manchmal schon eine ballaststoffreiche Vollwertkost unter Ausschluß tyraminhaltiger Lebensmittel aus, um Linderung zu verschaffen. Bei ca. 60 % der Kinder zeigt sich dadurch bereits eine Reduktion der Anfallshäufigkeit.

Häufigkeit des Auftretens

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Befindlichkeitsstörungen im Erwachsenenalter. Etwa 50 % aller Menschen haben gelegentlich oder häufig Kopfschmerzen. Fast alle Menschen haben in ihrem Leben einmal Kopfschmerzen.

Aber nicht jeder Kopfschmerz ist eine Migräne. Man kann davon ausgehen, dass etwa 12 % aller Erwachsenen und ca. 5–10 % der Kinder unter Migräne leiden. Nur etwa die Hälfte aller Betroffenen sucht wegen ihrer Beschwerden jemals einen Arzt auf. Die andere Hälfte leidet still oder behandelt sich selbst mit nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.

Geschlechtsverteilung und Eintrittsalter

Die Migräne tritt bei Frauen deutlich häufiger zutage als bei Männern. In Amerika und Europa leiden etwa 20 % der Frauen und 8 % der Männer unter gelegentlichen Migräneattacken.

Die Migräne kann bereits im Kindesalter beginnen. Etwa 5–10 % aller Kinder haben Migräneattacken. Wenn die Migräne vor dem 10. Lebensjahr auftritt, ist die Geschlechtsverteilung gleich häufig. Hormonelle Ursachen scheinen also später mit eine Rolle zu spielen.
Meist jedoch tritt die Migräne zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr, manchmal auch später auf. Ein Ausbruch nach dem 50. Lebensjahr ist sehr selten und sollte an andere Ursachen denken lassen.