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Erkältungskrankheiten

Häufige Beschwerden im Hals-Nasen-Rachenbereich

  1. Infektanfälligkeit
  2. Erkältung – Grippaler Infekt – Grippe
  3. Halsschmerzen
  4. Mittelohrentzündung (= Otitis media)
  5. Dampfbad mit Kamille
  6. Schwitzkur
  7. Quarkwickel = kühlender Halswickel
  8. Kartoffelwickel = wärmender Halswickel
  9. Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen
  10. Ansteigendes Fußbad

Infektanfälligkeit

Da das Immunsystem der Kinder erst geschult werden muss, leiden Kinder häufiger an Infekten als Erwachsene. Etwa 8 Infektionen pro Jahr (manche Ärzte geben auch 12 an) gelten für Kinder bis zum Vorschulalter als normal. Während der ersten Schuljahre sollte die Infekthäufigkeit abnehmen - bis zum 15. Lebensjahr sind ca. 3 Infekte pro Jahr noch „normal“. Liegt die Erkrankungshäufigkeit höher, spricht man von einer Infektanfälligkeit.
Übrigens sind es nicht nur die Erreger, die uns krank machen: Wir selbst bieten ihnen das Milieu, in dem sie sich ansiedeln können. Mit anderen Worten:Erreger können sich nur ansiedeln, wenn unser Immunsystem nicht optimal funktioniert. Das kann verschiedene Ursachen haben, z.B. eine unzureichende oder unausgewogene Ernährung oder starke, lang andauernde Stresssituationen.

Infektanfälligkeit kann aber auch anlagebedingt, also angeboren sein. Von dieser angeborenen Infektanfälligkeit betroffene Kinder sind häufig blond und blauäugig. Sie fallen durch gehäufte Beschwerden an Haut und Schleimhäuten auf. Die Symptome treten oft schon in den ersten Lebensmonaten bis -jahren auf; zunächst an der Haut als Milchschorf oder mit nässenden, vielleicht juckenden Ausschlägen; später dann an den Schleimhäuten als immer wiederkehrende Erkältungen mit Schnupfen und Bronchitis. Man kann sagen, die Kinder husten sich von Infekt zu Infekt. Naturheilkundler sprechen hier von „lymphatischen“ Kindern. Gerade bei diesen Kindern ist es wichtig, das Immunsystem zu unterstützen. Das kann man erreichen, indem man einerseits für eine optimale Darmfunktion/Darmflora sorgt, da der Darm eine zentrale Rolle für das Immunsystem spielt.
Andererseits sollte das Lymphsystem unterstützt werden. Das Lymphsystem als „körpereigenes Verteidigungssystem“ ist sehr wichtig für unsere Abwehrkräfte. Daher bringen alle Maßnahmen, die das Lymphsystem anregen, auch das Immunsystem auf Trab.

Allgemeine Maßnahmen zur Verringerung der Infektanfälligkeit

  • viel Bewegung an der frischen Luft
  • gesundes Raumklima, v.a. im Schlafzimmer
  • Vermeiden von Schadstoffen (Zigarettenrauch, Schimmelpilze, Elektrosmog, Ausdünstungen)
  • Abhärtung: Wechselfußbäder bzw. Wechselduschen (lang: warm, kurz: kalt)
  • gesunde, vitamin- und mineralstoffreiche Kost und eine gute Verdauung

Naturmedizin

Zur Unterstützung des Lymphsystems

LYMPHDIARAL® Basistropfen SL oder
LYMPHDIARAL® Halstabletten

Erkältung – Grippaler Infekt – Grippe

Erkältungskrankheiten heißen so, weil sie oft den Eindruck erwecken, als seien sie die Folge von kalter Luft, Zug oder Verkühlung. Dennoch entscheidet nicht die Kälte, sondern unser Immunsystem, ob es zu einer Erkrankung kommt oder nicht. Erkältungskrankheiten werden gewöhnlich durch Viren (meist Rhinoviren) ausgelöst, die durch Hautkontakt oder über die Luft (z.B. über das Niesen) übertragen werden. Manchmal setzen sich im Laufe eines grippalen Infekts zusätzlich Bakterien auf die entzündeten Schleimhäute. Schwerere
Atemwegsinfektionen, wie z. B. eine Lungenentzündung, können auch von Beginn an durch Bakterien ausgelöst werden.
Bei einer Erkältung treten meist einige der folgenden Symptome auf: Fieber, Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Mattigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost. Die besonders ansteckungsgefährdete Zeit beträgt ewöhnlich ein bis drei Tage. Wiederholte fieberhafte Infekte im Kindesalter können übrigens das Immunsystem schulen und leisten damit auch einen Beitrag, uns vor dem Entstehen von Allergien zu schützen.

Die „Grippe“ ist zwar (besonders, seit entsprechende Grippe-Impfstoffe erhältlich sind) in aller Munde, trotzdem sollen hier die Unterschiede zwischen der echten Grippe und dem grippalen Infekt noch einmal gegenübergestellt werden:

Merkmal

Erkkältung/grippaler Infekt

Grippe/echte Virusgrippe/Influenza

Krankheitsbeginn

schleppend, beginnt meist mit Kratzen im Hals

plötzlicher Beginn,
innerhalb von Stunden tritt
hohes Fieber und völlige
Ermattung auf

Auftreten der Symptome

nacheinander

gleichzeitig, plötzlich

Fieber über 38,5o

selten

meistens

Schnupfen

ist typisch

selten

Kopfschmerzen

häufig

sind typisch, meist sehr heftig

Muskel- und Gliederschmerzen

teilweise

stark

Husten

meist am Ende der Erkältung

schmerzhafter trockener
Husten von Beginn an

Krankheitsdauer

1 (-2) Wochen

(1-) 2 Wochen, bis zur
vollständigen Erholung
können mehrere Wochen vergehen

Entkräftung

manchmal

rasch auftretend, heftig

Der Grund dafür, dass wir keine Immunität gegen Erkältungs- und Grippe-Viren entwickeln, ist der, dass es viele verschiedene Erreger gibt und diese auch noch sehr variabel sind. Unser Immunsystem kann immer nur gegen die Erreger, mit denen er sich schon erfolgreich auseinandergesetzt hat, Immunität entwickeln. Hier liegt auch die Begründung dafür, dass Grippe-Impfstoffe ständig neu angepasst werden müssen. Gegen neu aufgetretene Grippe-Varianten kann es keinen sicheren Schutz geben. Lassen Sie sich von Ihrem Therapeuten (Arzt, Heilpraktiker) beraten, ob eine Grippe-Impfung in Ihrem Fall sinnvoll ist und sorgen Sie unter Anleitung Ihres Therapeuten für ein intaktes Abwehrsystem – das bietet immer den besten Schutz vor allen Erregern!

Sonderfall: Sommergrippe

In der grauen Herbst- und Winterzeit erwarten wir regelrecht die alljährliche Erkältungswelle. Tritt dagegen im Sommer, wenn wir uns im Allgemeinen wohler und gesünder fühlen, eine Erkältung auf, fragen wir uns, warum wir ausgerechnet jetzt krank werden. Dabei liegen die Gründe oft auf der Hand: Zugluft und Klimaanlagen in Verbindung mit einem verschwitzten Körper führen leicht zum Austrocknen der Schleimhäute. Diese sind das erste Schutzschild gegen eindringende Erreger. Außerdem setzen wir uns im Sommer oft großen Stressfaktoren aus, die unser Immunsystem belasten: Fernreisen, starke körperliche Anstrengung, intensive Sonneneinstrahlung, extreme Wechsel zwischen heiß und kalt. All das kann dazu führen, dass etwa jeder zehnte Bundesbürger auch im Sommerhalbjahr unter einer Erkältungskrankheit leidet. In aller Regel handelt es sich hier aber um relativ harmlose Erreger.

Allgemeine Maßnahmen

  • Schwitzkur
  • Kamillendampfbad
  • Wechsel-Fußbäder
  • Vitamin -C- Zufuhr
  • viel Trinken, besonders frische Säfte, Tee, Wasser
  • leicht verdauliche, vitamin- und mineralstoffreiche Kost

Naturmedizin

- Bei Erkältungskrankheiten: PASCOLEUCYN® N Tropfen
- Vitamin-C-Versorgung mit VITAMIN C 100 – PASCOE®
- Zur Befeuchtung der Nasenschleimhaut: PASCOSALIN® plus C
- zur Unterstützung des Lymph- und Immunsystems: LYMPHDIARAL® Basistropfen SL

Besprechen Sie die Anwendung am besten mit Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.

PASCOSALIN® plus C (Medizinprodukt)
Anwendungsgebiete: Isotonische Salzlösung mit Vitamin C und Menthol zur Befeuchtung und Reinigung der Nasenschleimhaut.
Packungsgrößen: Vernebler mit 20 ml, in Apotheken erhältlich.

 

Halsschmerzen

Halsschmerzen treten oft zusammen mit einem grippalen Infekt auf. Ein Reiz (z.B. Erreger, aber auch Schadstoffe) führt zu einer Abwehrreaktion. Diese bewirkt eine verstärkte Durchblutung. Die Folgen können Rötung, Erwärmung und Schwellung der entsprechenden Region sein. Durch die Schwellung kann es zu einem Druck auf Nervenenden kommen. Die Informationsverarbeitung im Gehirn führt dazu, dass wir diesen Druck als Schmerz empfinden. Häufig sind auch die Lymphknoten geschwollen und Schluckbeschwerden liegen vor. Halsschmerzen können durch Viren oder Bakterien hervorgerufen werden. Einen Hinweis auf bakterielle Halsentzündungen können z.B. eitrige Stippchen auf den Schleimhäuten des Halses geben. Es ist sinnvoll, vom Arzt einen Rachenabstrich machen zu lassen, um die Erreger nachzuweisen. Eventuell ist dann eine Antibiotika-Gabe notwendig.

Je nachdem, welche Bereiche im Hals entzündet sind, spricht der Fachmann von
- Rachenschleimhautentzündung (Pharyngitis)
- Stimmband- oder Kehlkopfentzündung (Laryngitis)
- Kehldeckelentzündung (Epiglottitis)
- Luftröhrenentzündung (Tracheitis)
- Mandelentzündung (Tonsillitis oder Angina tonsillaris)
- Entzündung der Lymphbahnen der seitlichen Rachenwand
(Seitenstrang-Angina)

Im Falle einer Mandelentzündung sind Organe des lymphatischen Systems direkt betroffen. Häufig wiederkehrende Mandelentzündungen können ein Zeichen für die Überlastung dieser Organe sein, deren Folge oftmals ein Lymphstau ist. Dann bietet es sich an, das Lymphsystems zu unterstützen.

Allgemeine Maßnahmen

- Gurgeln mit Kamillen-, Thymian- oder Salbeitee
- viel trinken (heißen Kräutertee)
- Schwitzkur
- Halswickel
Wickel mit LYMPHDIARAL® sensitiv Salbe N
kühlende Quarkwickel
wärmende Kartoffelwickel

Naturmedizin

- zur Unterstützung bei virusbedingten und bakteriellen Infekten:
PASCOLEUCYN® N Tropfen

- bei häufig wiederkehrender Mandelentzündung:
LYMPHDIARAL® Halstabletten

- äußerlich bei Lymphknotenschwellung:
LYMPHDIARAL® sensitiv Salbe N

Besprechen Sie die Anwendung am besten mit Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.

Mittelohrentzündung (= Otitis media)

Bei Säuglingen und Kleinkindern kommt eine Mittelohrentzündung häufig vor. In der Regel handelt es sich dabei um einen aufsteigenden Infekt aus dem Nasen-Rachen-Raum. Die Eustach´sche Röhre, die den Nasen-Rachen-Raum mit dem Ohr verbindet, ist bei kleinen Kindern noch so kurz und eng, dass sie bei Infekten leicht zuschwellen kann.

Das ist auch der Grund dafür, dass viele Kinderärzte bei Infekten im Nasen-Rachen-Raum häufig abschwellende Nasentropfen verordnen. Diese sollen das „Aufsteigen“ über die Eustach´sche Röhre in den Mittelohrbereich verhindern. Eine Mittelohrentzündung geht bei Kindern in der Regel mit starken Schmerzen einher, die plötzlich und häufig in der Nacht auftreten. Eine Abklärung durch den Kinderarzt ist notwendig. Gegebenenfalls, aber keineswegs immer, muss sogar mit Antibiotika behandelt werden.

Mittelohrentzündung, Lage der Eustach´schen Röhre zwischen

Mittelohrentzündung, Lage der Eustach´schen Röhre zwischen Nasen-Rachen-Raum und Ohr

Allgemeine Maßnahmen

  • Rotlicht-Bestrahlungen (gegen Ohrenschmerzen; nur wenn es gut tut!, bei starker Entzündung vorher Arzt konsultieren)
  • Wärme (Stirnband; auf Wärmflasche legen)
  • Zwiebelsäckchen auflegen
  • abschwellende Maßnahmen, z.B. Lymphdrainage

Naturmedizin

- zum sanften Auftragen auf geschwollene Hals-Lymphknoten und großflächig um das Ohr herum:
LYMPHDIARAL® sensitiv Salbe N

- zur Unterstützung des Lymphsystems:
LYMPHDIARAL® Basistropfen SL

- BEWÄHRTE HAUSMITTEL -

Dampfbad mit Kamille

2–3 gehäufte Esslöffel Kamillenblüten (Apotheke) mit heißem Wasser aufbrühen, einige Minuten sieden lassen, mit dem Gesicht über den Topf setzen und Kopf mit einem Tuch abdecken, damit die Wärme nicht so schnell entweicht. Vorsicht, Verbrühungsgefahr! Möglichst intensiv durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen. Dann das Gesicht kühl abwaschen und im Warmen ruhen, bis der Kopf nicht mehr erhitzt ist.

Schwitzkur

(erst ab einem Alter von 5 Jahren, nur bei leichtem (max. 38°C) Fieber, nur bei intaktem Kreislauf!)
Baden Sie mit langsam steigender Wassertemperatur. Trinken Sie außerdem einen heißen „Schwitztee“ (z.B. Holunder- und/oder Lindenblüten, Ihr Apotheker berät Sie gern!). Sie können auch einige Tropfen eines Immunstimulanz*, wie beispielsweise PASCOLEUCYN® N Tropfen zugeben. Trinken Sie den Tee so heiß wie möglich. Legen Sie sich nach dem Bad, welches Sie mit einer schnellen kühlen Abbrausung beenden sollten, gut in warme Decken eingewickelt, ins Bett und schwitzen Sie – ca. eine halbe Stunde lang. Danach ist es wichtig, dass Sie sich sorgfältig abtrocknen, frische Wäsche anziehen und noch eine ganze Weile ruhen.

Quarkwickel = kühlender Halswickel

Etwa 100 g Quark (zimmerwarm) werden fingerdick auf ein Leintuch aufgetragen. Das Leintuch wird um den Hals gelegt, mit einer Binde befestigt und nach ca. 20 Minuten erneuert. Anschließend können Sie den Hals mit LYMPHDIARAL® sensitiv Salbe N einreiben: Sanft kreisend von oben nach unten. Ein kühlender Halswickel sollte nur angelegt werden, wenn man nicht friert oder stark fiebert und die Füße warm sind.

Kartoffelwickel = wärmender Halswickel

Gewaschene, gekochte, heiße Pellkartoffeln in ein längs gefaltetes Küchenhandtuch geben und zerdrücken, Temperatur prüfen (!); so warm wie möglich auf den Hals legen und mit Wollschal umwickeln, 2–3 Stunden umlassen; anschließend Hals mit LYMPHDIARAL® sensitiv Salbe N einreiben: Sanft kreisend von oben nach unten.

Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen

Eine rohe Zwiebel klein hacken und in ein dünnes Tuch (Baumwolltaschentuch) einwickeln und mit Gummiband verschließen. Das Päckchen auf das schmerzende Ohr legen (es sollte die gesamte Ohrmuschel bedecken). Eventuell mit einer Haushaltsfolie abdichten, die an den Rändern mit Hilfe von Fettcreme befestigt wird. Mit Mütze, Stirnband oder Tuch befestigen. Wirkungssteigerung: Legen Sie sich mit dem Wickel direkt auf eine Wärmflasche.

Ansteigendes Fußbad

Hilfreich zur Vorbeugung von Erkältungen, bei kalten Füssen, bei Erkältungen: Füße in einen Eimer mit wohltemperiertem Wasser stecken, langsam die Wassertemperatur erhöhen, bis obere Grenze der Wohlfühltemperatur erreicht ist. Gesamtdauer des Fußbades 10–15 Minuten. Dann Füße kalt abbrausen und warme Socken anziehen.