Das Fastenbrechen
Ein schwieriger, oft unterschätzter Teil des Fastens ist das Fastenbrechen.
Vielleicht hatten Sie Startschwierigkeiten, vielleicht einen „Krisentag“. Ganz bestimmt aber gab es während des einwöchigen Fastens wenigstens an ein bis zwei Tagen volles Wohlbefinden, heitere Gelöstheit und vielleicht sogar Euphorie. Doch irgendwann wird es Zeit, diesen paradiesischen Zustand zu beenden und zurück in einen (hoffentlich besseren) Alltag zu kehren. Dafür eignet sich besonders ein Apfel.
Wenn Sie in der Gruppe gefastet haben, so treffen Sie sich am letzten Abend zur feierlichen Fastenbrech-Zeremonie, bei der ein Apfel langsam, unter Ausnutzung aller Körpersinne, wie Riechen, Schmecken und Fühlen, verzehrt wird. Meist reicht ein Apfel, um satt zu werden, weil nach einer Woche Fasten der Bedarf an Nahrungsmitteln noch sehr gering ist. Manchen genügt sogar ein halber Apfel. Ansonsten eignet sich natürlich auch ein Vormittag zum Fastenbrechen.
An den Folgetagen sollte langsam die Kostform aufgebaut werden, die man sich zuvor als die zukünftig einzuhaltende Alltagskost überlegt hat; sei es vollwertig, sei es kalorienreduziert, sei es frei von übermäßigem Genussmittelkonsum u. ä.. Begonnen werden sollte mit einfacher Kost, beispielsweise geschrotetem Getreidemüsli mit Obst, mittags etwas Gemüse mit Reis oder Kartoffeln, abends etwas Brot mit Quark.
Am 2. Aufbautag kann nach einwöchigem Fasten schon die ausgewählte Normalkost konsumiert werden, allerdings noch in erheblich kleineren Mengen, als normalerweise zum Leben üblich. Bei längerem Fasten ist ein deutlich langsamerer Kostaufbau unbedingt notwendig. Die oft auftretende Verstopfung während der ersten Aufbautage kann durch morgendliche, eingeweichte Backpflaumen oder Präparate mit Flohsamenschalen, wie PASCOMUCIL® behoben werden. Manchmal ist auch noch ein Einlauf nötig.
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