www.pascoe.de - Naturheilkunde.de

Fasten nach Buchinger

Während das „Heilfasten“ über einen längeren Zeitraum unter therapeutischer Leitung und meistens in einer Fastenklinik durchgeführt wird, sollen sich die weiteren Ausführungen auf das eigenverantwortliche, so genannte „Fasten für Gesunde“ konzentrieren, welches idealerweise in Gruppen und unter Anleitung stattfindet.

  1. Vorbereitungen
  2. Motivation, Zukunftspläne
  3. Fasten-Tagebuch
  4. Die Fastenwoche
  5. Die weiteren Fastentage
  6. Der Weg zur Inneren Reinheit und Inneren Balance
  7. Die Nachmittage dienen der körperlichen Aktivität

Vorbereitungen

Bin ich gesund genug zum eigenverantwortlichen Fasten?

Sie sollten nicht eigenverantwortlich fasten, wenn für Sie Folgendes zutrifft:

- Diabetes mellitus Typ 1
- Krebserkrankung
- gravierende hormonelle Störungen (z. B. starke Schilddrüsenüberfunktion)
- psychische Erkrankungen, starke psychische Belastungen, starker Stress
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Einnahme von Blutverdünnungsmitteln (Marcumar o.ä.) oder Chemotherapeuthika
- Essstörungen, fehlende Gewichtsreserven
- schwere Herz- und Kreislauferkrankungen
- gerade eine schwere, kräftezehrende Krankheit oder Operation überstanden
- jünger als 20 Jahre

Wenn Sie folgende Beschwerden haben, sollten Sie vor dem Fasten einen Therapeuten konsultieren, da es durch Veränderungen im Stoffwechsel (z.B. Harnsäureanstieg) und die veränderte Ernährungsweise (Schleimhautreizungen) zu Beschwerden kommen kann.

Konsultieren Sie auch dann ihren Therapeuten, wenn Sie Medikamente einnehmen müssen!
Während des Fastens sollten nur unbedingt notwendige Medikamente eingenommen werden. Es ist darauf zu achten, dass einige Medikamente (wegen der Abführmittel bzw. Einläufe) ihre Wirkung verlieren können, andere (wegen der geringen Nahrungsmenge) aber auch eine deutlich intensivere Wirkung haben könnten (Gefahr von Überdosierung).

Motivation, Zukunftspläne

Machen Sie sich klar, warum Sie fasten wollen und ob Ihnen diese Gründe wirklich wichtiger sind, als feste Nahrung, Alkohol und gemütliche Fernsehstunden. Sonst ist das ganze Unternehmen zum Scheitern verurteilt und Sie werden Fasten-Krisen und auftauchende Hungergefühle nur schwer meistern können.

Vor und während des Fastens sollten Sie bereits über die Zeit nach dem Fasten nachdenken:

- Was soll sich in Zukunft im Alltag ändern?
- Wie möchte ich mich in Zukunft ernähren?
- Welche Sportart werde ich in Zukunft regelmäßig betreiben?

Nutzen Sie die Zeit des Fastens, die wirklichen Bedürfnisse Ihres Körpers zu erkunden, damit Sie diese hinterher besser befriedigen können als vorher.

Fasten-Tagebuch

Legen Sie sich ein Fasten-Tagebuch an, in dem Sie täglich notieren:

- Gewicht (unbekleidet, morgens, nach Stuhlgang)
- Bauchumfang (über dem Nabel gemessen)
- Blutdruck
- Trinkmenge pro Tag
- Schlafbesonderheiten
- Aussehen der Zungenoberfläche
- Befindlichkeiten

Mit Hilfe eines Therapeuten können so Probleme erkannt und meist mit einfachen, in der Regel naturheilkundlichen Mitteln behoben werden.

Die Fastenwoche

1–3 Entlastungstage

Das Fasten wird bereits drei Tage vor dem eigentlichen Beginn eingeleitet.
Das bedeutet, dass Sie verzichten sollten auf:

- Süßigkeiten
- Alkohol
- Rauchen
- Kaffee/schwarzen Tee

Das hilft, Entzugserscheinungen während des Fastens zu vermindern.

Vortag

Die Kost am Vortag des Fastens sollte spärlich und kalorienreduziert sein wie z.B. morgens ein leichtes Müsli mit Obst, mittags etwas Gemüse mit Reis oder Kartoffeln und abends eine Scheibe Brot mit Magerquark.

1. Fastentag

Das Fasten beginnt mit dem Abführen – in diesem Zusammenhang häufig „Glaubern“ genannt.
Das Abführen ist aus verschiedenen Gründen sehr wichtig:

- Während der Fastentage werden keine Ballaststoffe zugeführt. Das bedeutet, dass die Gefahr von Darmträgheit und Verstopfung besteht.
- Ein leerer Darm hilft, Hungergefühle zu vermeiden (der Dehnungsreiz von Magen und Darm stimuliert die Verdauungsdrüsen/Hunger)
- Ein leerer Darm unterstützt das Bestreben beim Fasten, den Körper von allen unnötigen Stoffen zu befreien („Entschlacken“)

Als stark wirksame Abführmittel kommen in Frage:

- Glaubersalz (Natriumsulfat)
- Bittersalz (Magnesiumsulfat)
- Einläufe

„Glaubern“ – So wird’s gemacht:
Normalgewichtige lösen 30 g (2–3 Esslöffel) Glaubersalz in einem 3/4 Liter warmen Wasser auf und trinken alles innerhalb von 15 Minuten (Vorsicht: sehr bitter!). Innerhalb der nächsten Stunden kommt es zu mehreren durchfallartigen Entleerungen. Bleiben Sie in Nähe einer Toilette.
Glaubersalz wirkt gewöhnlich mehrere Stunden. Tipp: Zur Geschmacksverbesserung Zitronensaft
und hinterher reichlich Pfefferminz-Tee.

ACHTUNG:

- Abführmittel entziehen dem Körper Flüssigkeit. Trinken Sie deshalb nach der Glaubersalz-
Einnahme besonders viel!

- Abführmittel wie Glaubersalz sollten nur in Verbindung mit dem Fasten genommen werden und sind zur häufigen Einnahme ungeeignet.

Wenn Sie sehr empfindlich sind, fragen Sie Ihren Therapeuten nach schonenderen (allerdings auch weniger effektiven!) Abführmitteln.

Der Vormittag des ersten Tages wird voll und ganz dem Abführen gewidmet. Der Darm sollte danach vollkommen geleert sein.

 

Die weiteren Fastentage

Morgens

Beginnen Sie die Tage mit gymnastischen Übungen. Anschließend ein warmer Tee, eine nette Gesprächsrunde oder Stille, hinaus in die Natur, Bewegung oder Meditation. Nehmen Sie sich alle Freiheiten, die Sie brauchen, denken Sie auch ans (meditative) Tanzen, ein gutes Buch oder Ihre kreative Ader: Malen, Töpfern. Tun Sie, was Ihnen Spaß macht, nur keine „sinnlose“ Zerstreuung suchen (Fernsehen, Illustrierte).

Mittags
wird an jedem Fastentag eine Gemüsebrühe verzehrt. Die Gemüsebrühe ist wichtig, um dem Körper notwendige Mineralien und Basenstoffe zuzuführen. Beim Fasten fallen besonders viele Säuren im Körper an. Das hängt damit zusammen, dass der Körper eingelagerte Fettdepots mobilisiert. Beim Fettabbau entstehen zunächst Fettsäuren, die zu einer Säurebelastung führen können.

Gemüsebrühe – So wird’s gemacht:
Sellerie, Lauch, Tomaten, Kartoffeln, Karotte oder/und anderes Gemüse in Wasser kochen. Den Geschmack können Sie mit etwas gemahlener Muskatnuss, Hefeflocken, Petersilie und Majoran variieren. Die Brühe wird abgeseiht und mit Genuss gelöffelt oder getrunken.

Der Weg zur Inneren Reinheit und Inneren Balance

In diesem Zusammenhang hat sich die zusätzliche Gabe von Produkten aus der Basenfamilie von PASCOE bewährt: BASENPULVER pH-balance PASCOE® bzw. BASENTABS pH-balance PASCOE®. Diese Produkte basieren auf Empfehlungen von Friedrich F. Sander, einem Pionier auf dem Gebiet der Reduzierung von Übersäuerung. Die Zutaten von BASENPULVER pH-balance PASCOE® bzw. BASENTABS pH-balance PASCOE® wurden insbesondere hinsichtlich der Mineralstoff-Verhältnisse optimiert. So enthalten beide Produkte zusätzlich zur Original-Sander-Rezeptur basisches Magnesiumcarbonat.

Sie versorgen Ihren Körper mit den wichtigen Mineralien Calcium, Kalium, Magnesium und Natrium und haben gleichzeitig eine hohe Säurebindungskapazität.

BASENPULVER pH-balance PASCOE® – So wird’s gemacht: Nach der Gemüsebrühe und vor dem Schlafengehen einen halben Teelöffel Pulver in ein Glas Wasser einrühren und trinken oder je 3 Tabletten mit Wasser einnehmen.

BASENPULVER pH-balance PASCOE® bzw. BASENTABS pH-balance PASCOE® unterstützen Sie beim Fasten auf ideale Weise. Sie erhalten die Produkte rezeptfrei in Ihrer Apotheke.

Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass unser Körper besonders viel Sauerstoff benötigt, wenn er Fett in verstärktem Maße verbrennt, um Energie zu gewinnen. Das kann dazu führen, dass zuviele Freie Radikale anfallen. Freie Radikale sind unvermeidbare Zwischenprodukte des Sauerstoffes, die hochreaktiv und aggressiv sind. Wenn mehr Freie Radikale anfallen, als vom Körper selbst abgefangen werden können, können so auch die körpereigenen Abwehrkräfte geschwächt werden.

Sie können Ihren Körper beim Abfangen dieser Freien Radikale unterstützen, indem Sie ihm in der Zeit des Fastens verstärkt so genannte Radikalfänger zuführen. Zu den Radikalfängern gehören Provitamin A und die Vitamine C + E sowie die sekundären Pflanzenstoffe, (z.B. Anthocyane), die in dunklen Beeren, wie der Aronia-Beere in hoher Konzentration vorkommen. Eine gute Möglichkeit, den Körper in dieser wichtigen Radikalfänger-Aufgabe zu unterstützen, ist die Einnahme des Nahrungsergänzungsmittels ARONIA-PASCOE® während der Zeit des Fastens.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr während des Fastens ist auch deshalb notwendig, um die Nieren anzuregen, die die verstärkt anfallenden sauren Stoffwechselprodukte ausscheiden müssen. Andernfalls kann es zu Unwohlsein, Kopfschmerzen, Schwächegefühl u.ä. kommen.

Neben den Nieren ist auch die Leber beim Fasten stark gefordert: Die Leber ist unser zentrales Stoffwechselorgan. Hier laufen viele Entgiftungsvorgänge ab. Gerade durch die Verbrennung von Fettdepots werden auch darin enthaltene Schadstoffe frei, die den Körper überfluten und entsorgt werden müssen. Deshalb ist eine Aktivierung aller Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane, insbesondere der Leber, erforderlich. Der Leberwickel ist eine altbewährte, natürliche Methode, die hier Hilfestellung leisten kann. Da Fastende leicht frieren ist die Verwendung von Wärmflaschen und Decken hilfreich!

Leberwickel – So wird’s gemacht:
Feuchten Sie ein Handtuch zu einem Drittel heiß an. Legen Sie sich entspannt hin, eventuell Beine etwas hoch lagern. Der feuchte Handtuchteil wird nun auf das Areal unterhalb des rechten Rippenbogens gelegt. Darauf eine heiße Wärmflasche (Vorsicht: Nicht zu heiß!). Der trockene Teil des Handtuches wird dann darüber gelegt, warm zudecken. Ruhen Sie so ca. 30 Minuten entspannt.

Die Nachmittage dienen der körperlichen Aktivität

Fasten sollte immer mit Bewegung verbunden sein. Je nach Alter und Fitness kommen in Frage: Spaziergänge, Wandern, Joggen, Fahrradfahren, Schwimmen, Gymnastik etc. Nur eine Kombination von Aktivität mit meditativen, entspannenden Phasen führt schon nach kurzer Zeit zu einem meist vorher nicht gekannten Wohlbefinden.

Sie sollten, auch wenn Sie sich während der Fastentage mal matt und müde fühlen, immer versuchen, sich zumindest etwas körperlich zu betätigen. Umgekehrt sollten Sie Ihren Körper auch an Tagen, an denen Sie sich besonders wohl und leistungsfähig fühlen, nicht zu sehr belasten, sondern ihm auch dann Ruhe und Entspannung gönnen.

Die Sensibilisierung für das Empfinden und die Bedürfnisse unseres Körpers ist ein angenehmer Nebeneffekt des Fastens.

Abends können Sie ein Glas frisch gepressten Orangensaft trinken, alternativ auch Gemüsesaft, wenn Sie diesen besser vertragen. Dies dient der Versorgung mit einigen Vitaminen, Mineralien und säurepuffernden Substanzen. Auch können diese kleinen Mengen an Kohlenhydraten helfen, Kreislaufprobleme zu überwinden, wenn diese während des Fastens auftreten.

Später sollten Sie sich mit der Fastengruppe oder mit Freunden zum Gespräch treffen. Es ist normal, dass sich während des Fastens und dem damit verbundenen Blick ins Innere auch Krisen-Zeiten ergeben. Diese sollten Sie nicht grübelnderweise allein verbringen, sondern sich in einer Gruppe auffangen lassen und gleichzeitig helfen, die Probleme anderer aufzufangen.

Richtig Trinken während des Fastens – So wird’s gemacht:
Während des Fastens sollten Sie täglich ca. 2,5–3 Liter trinken. Die Getränke sollten im Wesentlichen aus kohlensäurearmem, basischem Mineralwasser bestehen. Darüber hinaus sind Kräutertees wie z.B. Fenchel, Anis, Melisse, Kamille, Hagebutte, Apfelschalen, Malve und Rosmarin geeignet. Alle Fastengetränke schluckweise trinken! Jeden Schluck im Mund vorwärmen oder kühlen, genießen und langsam trinken.

 

Am 3. und 5. Fastentag sollte morgens wiederum abgeführt werden. Wenn Sie sehr empfindlich sind und unter Kopfschmerzen leiden, sollte während des Fastens jeden Tag abgeführt werden. Allerdings nicht so dramatisch wie beim „Glaubern“, sondern mittels Einlauf. Trotz des Fastens kommen häufig noch große Stuhlmengen zustande.

Einlauf – So wird´s gemacht:
Es gibt verschiedene Einlaufgeräte. Unser Tipp ist die Klyso-Pumpe, denn mit deren Hilfe können Sie Flüssigkeitsmenge, Druck und Geschwindigkeit individuell anpassen.

Anwendungsempfehlung:

- angenehme Umgebung schaffen
- ca. 1 Liter temperiertes Wasser (ggf. Kräutertee) vorbereiten
- vor dem Einführen Klyso-Pumpe (Gummibällchen mit Ventil und 2 Schlauchenden) mit Wasser vollpumpen, um Luft zu entfernen
- Kanüle (Spitze) mit Öl oder Vaseline gleitend machen
- ein Schlauchende in den Wasserbehälter, das andere Ende vorsichtig in den Darm einführen, Wasser einpumpen, bis Völlegefühl spürbar, Schlauch entfernen
- liegen bleiben und Bauch massieren, nach 10–15 Minuten aufstehen und Darm entleeren

Beispiel für einen Fastenplan bei einwöchigem Fasten
PDF zum Download