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Ernährungsrichtlinien I

Richtlinien für eine stoffwechselfördernde Ernährung

Die Ernährungsumstellung bewirkt durch den stoffwechselverbessernden und
stoffwechselaktivierenden Effekt eine sinnvolle Sekundär- bzw. Rezidivprophylaxe z. B. bei chronischen Erkrankungen.

Folgende Gesichtspunkte sollten bei der stoffwechselverbessernden Ernährung beachtet werden:

• Das Körpergewicht sollte im Normbereich geregelt sein, d. h. eine angemessene Kalorienzufuhr unter Vermeidung einer Unter- oder Überernährung.

• Die Nahrungsmittel sollten nach biologischer Wertigkeit ausgewählt werden, im Sinne einer optimalen Versorgung mit essentiellen Nähr- und Wirkstoffen.

• Vermeidung aller Nahrungsmittel, die vorwiegend reine Kalorienträger sind und wenig oder keine biologisch wertvollen Inhaltsstoffe enthalten. Dazu zählen alle denaturierten Zucker-, Stärke- und Weißmehlprodukte und die Mehrzahl aller sogenannten Fast Food-Gerichte.

• Reduktion bzw. Verbot aller Fleisch- und Wurstwaren von Masttieren sowie aller gehärteten tierischen und pflanzlichen Fette. Prinzipiell Verminderung des Anteils an tierischem Eiweiß, Bevorzugung einer ballaststoffreichen vegetarischen Kost mit hohem Rohkostanteil (5-mal am Tag Obst oder Gemüse).

• Beachtung eines ausgewogenen Säure-Basen-Gleichgewichts; der Verzehr von überwiegend basischer Nahrung (75% v. a. Obst und Gemüse) soll den Verzehr von säurebildenden Nahrungsmitteln (Fleisch, Käse, Wurst) ausbalancieren.

• Vermeidung bzw. Verbot der Zufuhr von Genussgiften, wie Nikotin und Alkohol, d. h. Reduktion von sogenannten Radikalbildnern.

• Ausschaltung aller Zubereitungsformen von Speisen, die stoffwechselbelastend sind, wie geräucherte, überhitzte und kurzgebratene Nahrungsmittel.

• Bevorzugte Verwendung von Ölen oder Fetten mit einem hohen Anteil an hoch ungesättigten essentiellen Fettsäuren. Hierzu zählen kaltgepresste und -geschlagene Pflanzenöle mit hohem Linol-, Linolensäure-Anteil (Sonnenblumenöl, Distelöl, Leinsamenöl u. a.).

• Ernährungsaufwertung durch vitamin- und spurenelementreiche Nahrungsmittel, insbesondere Vitamin A (Karotten, Rote Bete, Seefisch), Vitamin E (Vollkornprodukte), Vitamin C (Paprika, Sanddorn, Zitrusfrüchte u.a.).

• Vegetabile Frischkost, Sauerteigbrot (aus Schrot oder Vollkorn, hergestellt mit Natursauerteig), Frischpflanzenpresssäfte aus Löwenzahn, Brennnessel, Rote Bete, Karotten, Apfel, Apfelsine etc. (1 bis 2-mal täglich ca. 50 ml trinken), Blattgemüse, Salate, rohes Sauerkraut.

• Sauermilchprodukte wie Biojoghurt, Kefir, Magerquark, Dickmilch, Buttermilch u.a.

• Beschränkung der Kochsalzzufuhr. Die Verwendung von Gewürzen und Essig auf ein tolerierbares Mindestmaß beschränken. Sollte Essig verwendet werden, dann reiner Obstessig