www.pascoe.de - Naturheilkunde.de
|
Seitenabruf: 21.11.2008 11:36:06
© 2006-8 PASCOE GmbH, Schiffenberger Weg 55, D-35394 Gießen, email: info@pascoe.de |
Die Begriffe Cellulite und Cellulitis werden im allgemeinen Sprachgebrauch synonym verwendet. Wir verwenden den Begriff Cellulite, um deutlich zu machen, dass es sich nicht um eine entzündliche Erkrankung handelt, wie es die Endung „itis“ bei der Bezeichnung Cellulitis vermuten lässt. Als wichtigen Energiespeicher besitzt der menschliche Körper Fettgewebepolster, die vorwiegend in der Unterhaut lokalisiert sind. Das Verteilungsmuster dieser Fettspeicher ist zwischen Männern und Frauen verschieden. Bei erwachsenen Männern befinden sie sich, beeinflusst durch männliche Hormone (Androgene) in der Bauchregion, bei Frauen hingegen, gesteuert durch die Östrogene, meist an den Oberschenkeln und in der Gesäßregion. Eine erwachsene Frau hat an den Beinen eine doppelt so dicke Fettschicht als ein entsprechender Mann. Unterschiedlich ist auch die Struktur des Unterhautgewebes, die ebenfalls hormonell reguliert wird: In der weiblichen Unterhaut sind die Fettzellen in größeren Fettzellkammern zusammengefasst, die eine durchschnittliche Größe von ca. 0,5 x 1,5 cm haben. Die Kammern werden durch Bindegewebefasern begrenzt und in Form gehalten. Wenn man am Oberschenkel den so genannten Kneif-Test durchführt, kommt es zur Vorwölbung dieser großen Fettzellkammern und das typische Bild einer Cellulite wird sichtbar. Je mehr diese Fettspeicher gefüllt sind, desto praller werden die einzelnen Fettzellkammern. Da sie durch die Bindegewebefasern begrenzt sind, drücken sie sich nach Außen und es bildet sich das typische Cellulite-Muster aus. Darüber hinaus kommt es durch die Ausdehnung der Fettzellen in den Fettzellkammern zu einem Druck auf die dort befindlichen Lymphgefäße und zu einer Veränderung des umgebenen Zellmillieus. Der Lymphabfluss wird verringert, Schlackenstoffe können nicht mehr effektiv abtransportiert werden und überschüssige Flüssigkeit verbleibt im Gewebe, was zu einer stärkeren Ausprägung der Cellulite führt. Ein verringerter Lymphabfluss wiederum fördert die vermehrte Ablagerung von Speicherfett im Bindegewebe. Ein Teufelskreis entsteht. Kommt es zudem noch zu einer Abnahme der Elastizität des Bindegewebes – momentan wird als eine mögliche Ursache eine Übersäuerung des Organismus diskutiert – wird die Cellulite zusätzlich verstärkt. Männer sind von Cellulite weniger betroffen. Ursache dafür ist, dass die Bindegewebsfasern, zwischen denen die Fettzellen liegen, netzartig angeordnet sind. Es entstehen keine größeren Fettzellkammern. Demzufolge sind beim Kneif-Test nur Furchungen und Fältelungen der Haut sichtbar.