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Seitenabruf: 08.10.2008 09:56:44
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Es gibt Tage, da fühlt man sich zu dick, zu dünn, zu langweilig, zu groß, zu klein, zu inkompetent oder zu ungeschickt. Das Selbstbewusstsein entspricht dem einer Fliege, man traut sich nichts mehr zu, fühlt sich unsicher und befangen. Selbst der Stärkste ist manchmal schwach und klein und besonders in schwierigen Lebenslagen ist es völlig normal, sich zu verkriechen, sich unbehaglich zu fühlen, skeptischer und zurückhaltender zu sein. Man geht unangenehmen Situationen aus dem Weg, weil man sich ihnen nicht gewappnet fühlt. Solche Stimmungslagen können sich aber auch in Reizbarkeit, Weinkrämpfen oder plötzlichen Zornesausbrüchen äußern. Betroffene gehen bei den kleinsten Dingen in die Luft oder haben nah am Wasser gebaut – die Nerven liegen blank.
Es gibt zahlreiche Faktoren, die zu seelischen Beklemmungen, zu Selbstunsicherheit, Versagensängsten und Kontaktscheu führen. In vielen Fällen sind diese seelischen Probleme die Folge eines gravierenden Ereignisses (z.B. Autounfall, krimineller Überfall). Insbesondere lang andauernde Belastungen im Alltag, wie beruflicher Stress oder Ärger in der Familie, die den Körper in einer permanenten Anspannung halten, begünstigen solche Unsicherheitsgefühle und seelischen Beklemmungen. Bei manchen Menschen ist eine erhöhte Angstbereitschaft ein Teil der Persönlichkeit. Sie haben nie gelernt, sich durchzusetzen oder „Nein“ zu sagen. Anstatt Arbeit an andere abzugeben, bürden sie sich alles selbst auf. Ein allgemein bekanntes Phänomen ist auch die Angst, sich vor anderen lächerlich zu machen. Viele Menschen haben Hemmungen, vor anderen zu sprechen und selbstsicher aufzutreten.
Unruhige Nächte und Stimmungstiefs stehen häufig in einem engen Zusammenhang. Seelische Dysbalancen sind oft so stark miteinander verwoben, dass man nur schlecht nachvollziehen kann, welches Problem zuerst aufgetreten ist. Nächtliches Wachliegen kann ein erstes Anzeichen einer depressiven Verstimmung sein.