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Seitenabruf: 07.10.2008 23:43:44
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Vorübergehende Gefühle wie Traurigkeit, Verstimmung, Lustlosigkeit oder schlechte Laune sind völlig normal und „menschlich“. Außer den täglichen „Problemchen“ musste jeder schon einmal kleine oder größere Krisen bewältigen. Fast jeder kennt Situationen, mit denen er zunächst nicht fertig wurde und die er nicht verarbeiten konnte. Sie beeinträchtigen den gesamten Menschen in seiner Gefühlswelt, seinem körperlichen Empfinden, seinem Denken und in seinen zwischenmenschlichen Beziehungen. Meist hält dieser Zustand nur kurze Zeit an, doch manchmal wird er zum Begleiter über Wochen und Monate hinweg.
Oft führen bedrückende und dauerhaft schwierige Situationen wie z.B. der Tod eines nahestehenden Menschen oder Verlusterfahrungen zu depressiven Verstimmungen. Auch ein Autounfall oder belastende Lebensveränderungen wie Scheidung, Pensionierung, Krankheit oder Verlust des Arbeitsplatzes können die Psyche „aus dem Takt“ bringen. Mitverantwortlich für ein Stimmungstief kann auch ein Mangel an Sonnenlicht und der veränderte Hormon- und Energiehaushalt im Winter sein. Dieser „Winter-Blues“ tritt bei dafür empfänglichen Menschen in den dunklen, kalten Herbst- und Wintermonaten auf; er klingt im Frühjahr aber wieder ab. Hier helfen regelmäßige Spaziergänge an frischer Luft oder die Lichttherapie.
Depressive Verstimmungen äußern sich bei jedem Menschen auf andere Art und Weise. Es können Gefühle wie Antriebslosigkeit, Melancholie und Erschöpfung auftreten. Auch innere Unruhe und nächtliche Ruhelosigkeit sowie körperliche Beschwerden sind typische Erscheinungsformen. Wer unter einem Stimmungstief leidet, verliert das Interesse an Aktivitäten, die früher Spaß bereitet haben. Weitere typische Symptome sind das „Einigeln“ und die Vernachlässigung sozialer Kontakte.
Viele werden von Schlaflosigkeit geplagt oder wachen morgens in aller Herrgottsfrühe auf. Gleichzeitig können sie leicht reizbar und von einer inneren Unruhe getrieben sein. Andere fliehen vor dem Alltag, indem sie ein gesteigertes Schlafbedürfnis entwickeln. Auch Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie Entscheidungsschwächen können Begleiterscheinungen einer depressiven Verstimmung sein. Hoffnungslosigkeit, innere Leere, Pessimismus und Hilflosigkeit drängen sich immer mehr in den Alltag.
Halten Stimmungstief und Niedergeschlagenheit länger an oder beherrschen sie den Alltag, kann es sich um eine Depression handeln. Dies ist eine ernsthafte Erkrankung, bei der Sie unbedingt einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen sollten.