Gewebeprozesse bei Schadstoffbelastung
Was geschieht im Bindegewebe bei Belastung mit Schadstoffen bzw. falscher Ernährung?
In den Geweben des menschlichen Körpers sind die einzelnen Zellen von einer Struktur umgeben, die Grundsubstanz oder Matrix genannt wird. Sie bildet ein die Zellen umgebenes Milieu, das zum Substanz- und Informationsaustausch zwischen den Körperzellen wichtig ist. Die Grundsubstanz besteht sowohl aus eher flüssigen als auch aus eher festen Komponenten. Das Grundgerüst ist als eine Art Netzwerk aus Zucker-Eiweißkomplexen aufgebaut. Wenn nun Abfall- bzw. Abbauprodukte aus den Zellen abgegeben werden, müssen sie durch dieses Netzwerk hindurch gelangen, um über die Lymphe bzw. die Lymphbahnen abtransportiert zu werden.
Ein Problem für die optimale Funktion der Grundsubstanz sind neben Schadstoffen unsere Nahrungsprodukte. Durch den übermäßigen Verzehr von Fleisch- und Weißmehlerzeugnissen, z. B. Brötchen, süßes Gebäck kommt es zu folgenden Effekten:
Es entwickelt sich eine Gewebeübersäuerung; der Therapeut spricht von Gewebeazidose. In diesem veränderten Milieu können viele Enzyme nicht mehr optimal arbeiten, d.h. das Stoffwechselgeschehen ist in seiner Funktion beeinträchtigt. Ebenso können die so genannten „Radikale“ nicht mehr effektiv neutralisiert werden. Radikale sind besonders aggressive Sauerstoffverbindungen, die Zellwände und sogar das Erbgut schädigen können. Die Übersäuerung und die freien Radikale führen letztendlich zu einer permanenten Irritation des Abwehrsystems.
Daneben führt der permanente Zuckerüberschuss dazu, dass Glukosebausteine u.a. an die Struktur- und Vernetzungseiweißbausteine der Grundsubstanz gebunden werden. Dadurch verändert sich die Netzstruktur der Grundsubstanz - das Netz wird engmaschiger. Es ist verständlich, dass je stärker dieses Netz verwebt ist, die Wanderung von Abbauprodukten und Schadstoffen um so länger dauert. Dies bewirkt eine um so längere Verweildauer im Gewebe. Schadstoffe, wie beispielsweise Schwermetalle, können im Gewebe wichtige Enzymfunktionen blockieren. Weiterhin wird eine Gewebeversäuerung verstärkt.
Wie kann eine Belastung des Körpers mit Schadstoffen nachgewiesen werden?
Bei der Anamnese (Ermittlung der Krankheitsgeschichte) erhält der Therapeut mit Hilfe gezielter Fragestellungen Informationen über die Lebensgewohnheiten seines Patienten und damit über mögliche Belastungen. Diese sind einmal auf berufliche Tätigkeiten zurückzuführen (Holzschutzmittel und Farben bei Malern). Ferner können sie fast jeden Patienten durch etwa falsche Ernährungsgewohnheiten oder Amalgambelastung betreffen.
Neben einer gezielten Fragestellung des Therapeuten gibt es zudem verschiedene naturheilkundliche Diagnoseverfahren, um Belastungen mit Schad- und Giftstoffen festzustellen. Dazu gehören etwa die Elektroakupunktur nach Voll (EAV) und die bioelektrische Funktionsdiagnostik (VEGA-Test). Hierbei werden mit einem hochempfindlichen Messgerät Widerstandsmessungen an der Haut durchgeführt. Dies gibt dem Therapeuten Hinweise über den Erkankungstyp und der Art der Behandlung. Schließlich können mit verschiedenen Laboruntersuchungen Schadstoffbelastungen nachgewiesen werden.
|