www.pascoe.de - Naturheilkunde.de

Naturheilverfahren

Sie möchten sich über die Behandlungsverfahren in der Naturheilkunde informieren? Hier finden Sie verschiedene Therapieverfahren der alternativen Medizin und Naturheilverfahren ausführlich erklärt.

  1. Ab- und ausleitende Verfahren, Entgiftung
  2. Akupunktur
  3. Elektroakupunktur nach Voll (EAV)
  4. Biologische Allergietherapie/ Naturheilkundliche Behandlung von Allergien
  5. Biologische Lymphtherapie/Naturheilkundliche Behandlung des Lymphsystems
  6. Biologische Rheumatherapie
  7. Biologische Schmerztherapie
  8. Chiropraktik
  9. Darmsanierung/Darmreinigung - Symbioselenkung
  10. Dorn-Breuss Methode
  11. Eigenblutbehandlung
  12. Homöoakupunktur/Akupunktur mit homöopathischen Mitteln
  13. Iridiologie/Augendiagnostik
  14. Komplex-Homöopathie/Homöopathie mit Komplexmitteln
  15. Konstitutionsmedizin/Unterstützung der Konstitution
  16. Kinesiologie / applied kinesiology
  17. Klassische Homöopathie
  18. Lymphdrainage
  19. Magnetfeldtherapie
  20. Neuraltherapie
  21. Orthomolekulare Medizin
  22. Ozontherapie
  23. Pflanzenheilkunde/Behandlung mit Heilpflanzen

Ab- und ausleitende Verfahren, Entgiftung

Mit ab- und ausleitenden Methoden wird der Stoffwechsel und Gesamtorganismus beeinflusst. Gestörte Funktionen des Körpers werden reguliert und abgelagerte Stoffwechselendprodukte gezielt der Ausscheidung zugeführt. Damit der Organismus entlastet und es erfolgt eine "Entgiftung".

Mit ableitenden Verfahren (z.B., trockenes Schröpfen, Braunscheidtverfahren) werden Prozesse im Organismus angeregt, um internen Krankheitsprozessen, z.B. Gelenkenzündungen die Möglichkeit zu geben auch über die Haut auszuleiten.

Ausleitend wirken alle Verfahren, die dazu beitragen, dass sich der Körper von schädlichen Stoffen, reinigt. Zu diesen Verfahren gehören z. B. der Aderlass, die Kantharidenbehandlung, die Blutegelbehandlung und das Schröpfen.

Akupunktur

Der Begriff Akupunktur kommt aus dem Lateinischen (Acus = Nadel und pungere = stechen). Wörtlich übersetzt bedeutet er „Mit der Nadel stechen“. Die Akupunktur wird in der traditionellen chinesischen Therapie seit über 2000 Jahren eingesetzt. Anwendungsgebiete sind: Erkrankungen der Atemwege, Asthma, Krankheiten des Bewegungsapparates, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Besonders häufig wird sie bei der Behandlung von Schmerzen eingesetzt.

Bei einer Akupunkturbehandlung werden feinste sterile Nadeln in spezielle Akupunkturpunkte gesetzt. Diese Akupunkturpunkte liegen auf Energieleitbahnen (Meridiane), die symmetrisch auf beiden Körperhälften verlaufen. In der klassischen Akupunktur sind 14 Hauptmeridiane mit 361 Akupunkturpunkten bekannt. Jedem Akupunkturpunkt ist eine exakte Bedeutung zugeordnet.

Das Einstechen einer Akupunkturnadel ist mit einem geringen und nur kurz andauernden Schmerz verbunden. Die Behandlung wird meist im Liegen durchgeführt und dauert in der Regel ca. 20 Minuten.

Elektroakupunktur nach Voll (EAV)

Die Elektroakupunktur (EAV) nach Voll ist eine Sonderform der Akupunktur. Sie kombiniert Elemente der traditionellen chinesischen Medizin und der Homöopathie nach Samuel Hahnemann.

Mit einer kleinen Elektrode wird an bestimmten Akupunkturpunkten, vorwiegend an Händen und Füßen, der Hautwiderstand bestimmt.

Es folgt eine Bewertung gemäß einer Skala, die auf den EAV-Geräten angebracht ist. Der mittlere Zeigerwert ist z.B. 50 und gilt in der Elektroakupunktur als normaler, „gesunder“ Wert. Niedrige Werte zeigen funktionsmindernde Tendenzen, während höhere Werte auf stark funktionsbeanspruchende Tendenzen, z.B. entzündliche Porzesse hinweisen.
Zur Ermittlung des geeigneten homöopathischen Mittels wird ein so genannter Resonanztest durchgeführt: in das Gerät zur Hautwiderstandsmessung werden Proben verschiedener Mittel eingebracht und die Reaktion des Organismus mittels des Messgerätes beobachtet und so ein geeignetes Mittel bestimmt.
Anschließend werden dem Patienten die ermittelten Präparate verordnet. Wie lange der Patient die Medikamente nehmen muss, und welche Mengen, bestimmt der Therapeut in Abhängigkeit vom Verlauf und der Diagnose.

Biologische Allergietherapie/ Naturheilkundliche Behandlung von Allergien

Die naturheilkundliche Behandlung der Allergie ist ein individuell für den Patienten zusammengestelltes Bündel verschiedener Heilverfahren. Dazu gehören u.a.: Ernährungsumstellung, Darmsanierung/Darmreinigung, Eigenblutbehandlung, Akupunktur, Ab- und ausleitende Verfahren, Regulationstherapie (z.B. Hyposensibilisierung und Desensibilisierung, um den Körper weniger sensibel auf bestimmte Stoffe zu machen), oft mit homöopathischen Komplexmitteln.

Biologische Lymphtherapie/Naturheilkundliche Behandlung des Lymphsystems

Neben dem Blutsystem ist das Lymphsystem mit der Lymphe ein weiteres nicht zu unterschätzendes Gefäßsystem im menschlichen Organismus. Es spielt eine wichtige Rolle beim Abtransport von Flüssigkeit sowie schädlichen Substanzen aus dem Gewebe und ist ebenso bei der Abwehr von Krankheitserregern beteiligt.

Die Stimulierung des Lymphsystems kann bei vielen Beschwerden sinnvoll sein: Dazu gehören beispielsweise: Neigung zu Infektionen, Neigung zu Allergien, Schmerzen bei rheumatischen Erkrankungen.

Wird das Lymphsystem überfordert oder verletzt, kann es zu Schwellungen im Gewebe kommen. Therapeutische Ansätze sind spezielle sanfte Massagetechniken (manuelle Lymphdrainage) Kompressionstherapie (z.B. durch Stützstrümpfe) und homöopathische Komplexmittel, die den Lymphfluss anregen.

mehr...

Biologische Rheumatherapie

Bei der naturheilkundlichen Behandlung von Rheuma werden für den Patienten individuell verschiedene natürliche Heilverfahren zusammengestellt. Dazu gehören u.a. Neuraltherapie, Akupunktur, die Behandlung mit Heilpflanzen, Magnetfeldtherapie, physikalische Therapien und orthomolekulare Therapien (Erklärung der Therapien siehe unten).

Biologische Schmerztherapie

Die biologische Schmerztherapie ist ein individuell für den Patienten zusammengestelltes Bündel verschiedener Naturheilverfahren. Dazu gehören die Neuraltherapie und Akupunktur, die Behandlung mit Heilpflanzen, manuelle Therapien (siehe Chiropraktik, Dorn-Breuss Methode), Magnetfeldtherapie, orthomolekulare Therapien (Erläuterung der Threapieformen siehe unten) und viele mehr.

Chiropraktik

Die Chiropraktik bedient sich spezieller Handgrifftechniken zur Behandlung von Knochen- oder Gelenkfehlstellungen mit den entsprechenden Beschwerden. Sie wird häufig bei Wirbelsäulenbeschwerden eingesetzt: Schon eine minimale Lageveränderung eines Wirbels kann zu Reizungen der austretenden Nervenbahnen führen. Dies kann zu Schmerzen und Verspannungen der Muskulatur führen. Mit gezielten Griffen bringt der Chiropraktiker den Wirbel wieder in die richtige Lage, so können die Beschwerden oft gelindert werden.

Darmsanierung/Darmreinigung - Symbioselenkung

Eine gesunde, intakte Darmflora ist die Basis für Gesundheit und Wohlbefinden. Nicht nur die Verdauung, sondern vor allem die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers werden durch die im Darm lebenden Bakterienkulturen beeinflusst. Durch einseitige Ernährung (zuviel Fleisch und Fett, wenig Ballaststoffe) oder Medikamenteneinnahme (z. B. Antibiotika), kann die natürliche Zusammensetzung der Darmflora gestört werden. Für die Gesundheit wichtige Darmbakterien werden abgebaut, Fäulniskeime reichern sich an. Es kann zu Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl, Aufstoßen, Blähungen, Verstopfung, aber auch zu negativen Auswirkungen auf die körpereigenen Abwehrkräfte kommen. Durch eine Darmreinigung und anschließender Darmsanierung (auch Symbioselenkung genannt), kann die Darmflora wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

Dorn-Breuss Methode

Die Dorn-Breuss Wirbelsäulentherapie ist eine sanfte Methode zur Behandlung von Schmerzen im Rückenbereich, die auf Wirbelverschiebungen zurückzuführen sind. Sie wird häufig auch bei Erkrankungen innerer Organe, die auf eingeklemmte Nerven zurückzuführen sind und Skoliose (eine Verbiegung der Wirbelsäule) eingesetzt.

Während der Behandlung werden nach dem Beinlängenausgleich, Becken und Kreuzbein, sowie die Wirbelsäule gerade gerichtet. Ein Behandlungszyklus dauert unterschiedlich lang. Oft wird die Therapie mit Übungen, die zu Hause durchgeführt werden können, unterstützt.

Eigenblutbehandlung

Blut war als Heilmittel schon im alten Ägypten bekannt. Nach heutigem Kenntnisstand wirkt das Blut, das aus der Vene entnommen, in den Muskel zurück injiziert wird, als Reiz. Als Reaktion des Körpers auf diesen Reiz kommt es zu einer Anregung und Aktivierung der körpereigenen Abwehr- und Selbstheilungskräfte. Die Eigenblutbehandlung wird bei Infektanfälligkeit, chronischen Entzündungen, Allergien, Ekzemen und tw. auch bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt.

Homöoakupunktur/Akupunktur mit homöopathischen Mitteln

In der Homöoakupunktur werden zwei naturheilkundliche Therapieformen, nämlich Homöopathie und Akupunktur miteinander kombiniert.

Es werden in der Regel homöopathische Mittel oder homöopathische Komplexmittel zur Injektion (siehe auch Komplex-Homöopathie) in Akupunkturpunkte appliziert. Dies kann in zwei Verfahren erfolgen:

Mittels einer Spritze wird das Medikament als Quaddel unter die Haut gespritzt oder das Mittel wird in die Haut eingerieben (Ponndorf'sche Impfung).

Iridiologie/Augendiagnostik

Die Erkennung von Schwachstellen und Anfälligkeiten aus der Iris ist eine schon seit vielen Jahren eingesetzte Methode. Schon 1880 stellte der ungarische Arzt Dr. Ignaz Peczely in seiner Schrift "Die chronischen Krankheiten - Anleitung zum Studium der Diagnose aus den Augen" die Iridiologie (früher Augendiagnostik genannt) einer breiteren Öffentlichkeit vor. Dr. Peczely hatte bei Patienten, die unter den gleichen Erkrankungen litten, häufig übereinstimmende Zeichen und Strukturen in der Regenbogenhaut (Iris) festgestellt.

Die Betrachtung dieser Strukturen und Pigmente in der Iris lässt oft Punkte erhöhter Anfälligkeit erkennen, noch bevor messbare Organschäden aufgetreten sind.

Komplex-Homöopathie/Homöopathie mit Komplexmitteln

Da es oftmals schwierig ist, ein genau passendes Mittel aus der Vielzahl von möglichen homöopathischen Stoffen herauszufinden, wurden schon zu Hahnemanns Zeiten gelgentlich Doppelmitel eingesetzt. Daraus entwickeltens später die Komplexmittel. Sie enthalten verschiedene Einzelmittel, die in die gleiche Wirkungsrichtung gehen und sich bei einer bestimmten Organerkrankung bewährt haben. Die Zusammensetzungen der Komplex-Präparate sind meist das Ergebnis praktischer Beobachtungen und jahrzehntelanger Erfahrungen. Der Vorteil der Hömöopathie mit Komplexmitteln ist, dass die Präparate, ähnlich wie nicht-homöopathische Arzneimittel, nach dem Beschwerdebild eingesetzt werden können. In diesen Komplex-Präparaten werden Einzelstoffe eingesetzt, die sich in Ihrer Wirkung gegenseitig ergänzen bzw. unterstützen.

mehr...

Konstitutionsmedizin/Unterstützung der Konstitution

Ob jemand Heuschnupfen bekommt, sich mit Magengeschwüren herumplagt oder an Nierensteinen leidet, immer spielt die Konstitution dabei eine wichtige Rolle. Sie wird als Summe aller ererbten körperlichen und psychischen Eigenschaften definiert. Weitere Einflussfaktoren liegen aber auch in der Lebensweise und dem gesamten Lebensumfeld, die sich stützend oder schwächend auswirken können.

In der Konstitutionsmedizin werden physikalische oder biologische Mittel eingesetzt, die eine Stärkung der Konstitution bewirken sollen, um die Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen beim Patienten zu verringern. Die Konstitutionstherapie ist meist eine längerfristige Behandlung, die der Stärkung des Organismus dient und die anlagebedingten Schwachstellen stärkt. Weiterhin dient Sie der Linderung konstitutionstypischer Beschwerden. Sie wird auch prophylaktisch (vorbeugend) eingesetzt, um die Auswirkung einer Disposition (Krankheitsneigung) zu verhindern.

mehr...

Kinesiologie / applied kinesiology

Der Begriff Kinesiologie leitet sich von den griechischen Worten "Kinesis" für Bewegung und "Logos" für Lehre ab. Die vom Chiropraktiker George Goodheart entwickelte Methode soll das Wiedererlangen der körperlichen, energetischen und geistigen Beweglichkeit fördern.
Kinesiologie/applied kinesiology ist ein Diagnose- und Therapieverfahren der alternativen Medizin, das sowohl Elemente aus der chinesischen Medizin, der Chiropraktik und Bewegungslehre berücksichtigt. Ziel ist die Wiederherstellung eines gesunden Energieflusses im Körper.

Das zentrale Werkzeug der Kinesiologie sind die "Muskeltests". Hiermit werden Unausgewogenheiten in den Bewegungsabläufen und "energetische Blockaden" festgestellt und entsprechende Therapiemaßnahmen eingeleitet. Der Muskel soll als Indikator für Reize oder Stress dienen, um innere Erkrankungen erkennen zu können.

Die der Kinesiologie/applied kinesiology zugrunde liegende Denkweise hat ihren Ursprung in der Traditionellen chinesischen Medizin, wonach die Lebensenergie durch bestimmte Leitbahnen (Meridiane) fließt. Andere kinesiologische Richtungen sind auch z.B. Techniken wie "Touch for Health" (Heilung durch Berühren), Brain Gym (Verbesserung der Lernfähigkeit) oder das "Three in One" Concept, das sich mit psychischen Blockaden beschäftigt.

Klassische Homöopathie

Das Wort „Homöopathie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „ähnliches Leiden“. Die schon im Alterntum verwendete und von Samuel Hahnemann weiterenwicklete Heilmethode basiert auf zwei wesentlichen Prinzipien:

1. Das Ähnlichkeitsprinzip (Simileprinzip)

In der Homöopathie werden Arzneimittel gewählt, die bei einem Gesunden (jedoch in höherer Dosierung) ähnliche Beschwerden hervorrufen, wie bei dem zu behandelnden Kranken. "Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden" (Lat.: similia similibus curentur)

Ein Beispiel: Ein Mensch wird von einer Biene gestochen. Die Hautstelle schwillt an, wird rot, heiß und gespannt und es sind brennende, stechende Schmerzen zu spüren. Nach der Ähnlichkeitsregel wird Bienengift (lateinisch: Apisinum) in homöopathischer Zubereitung zur Behandlung von brennenden, stechenden Schmerzen, Schwellungen usw. eingesetzt. Besonders interessant und bedeutungsvoll ist diese Tatsache: Ein solches homöopathisches Präparat kann nicht nur die Folgen eines Bienenstichs beheben, sondern auch Beschwerden, die den durch Bienengift verursachten Beschwerden ähnlich sind (auch wenn sie nicht durch Bienengift ausgelöst wurden, z.B. Sonnenbrand).


2. Dosierung in abgestuften Potenzen

Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden nach Hahnemann nur dann gut angeregt, wenn der Arzneistoff nicht nur korrekt verdünnt sondern auch in jeder Verdünnungsstufe intensiv verschüttelt bzw. bei Feststoffen verrieben wird (=Potenzieren). Wie der Begriff Potenz (= Kraft, Vermögen etwas zu verrichten) verrät, wird durch das Potenzieren eines Arzneistoffes dessen Heilkraft verstärkt. Die Ausgangsstoffe werden mit einer Substanz (Wasser/Alkohol-Mischung, Laktose oder Zucker) als Träger verdünnt und danach intensiv verschüttelt bzw. verrieben nach genau vorgegebenen Herstellungsvorschriften des Homöopahtischen Arzneibuchs (HAB). Hierbei bedeutet:
D-Potenz: 1:10 Verdünnung + Potenzierung
C-Potenz: 1:100 Verdünnung + Potenzierung
LM- oder Q-Potenz: 1:50.000 Verdünnung + Potenzierung

Dann bedeutet also D1 (im englischen als 1X bezeichnet) eine Verschüttelung in der Regel im Verhältnis 1 zu 10. Bei einer D2 (= 2X) wird zunächst die Ursubstanz oder Urtinktur (Ø) im Verhältnis 1:10 verschüttelt, die erzielte D1 wiederum im Verhältnis 1:10 verschüttelt bzw. verrieben.

mehr...

Lymphdrainage

Hier handelt es sich um eine sehr spezielle und moderne Therapiemethode. Bei der manuellen Lymphdrainage werden Handgriffe angewendet, die entweder zur Anregung der Lymphgefäßtätigkeit (weiche, lediglich die Haut vorsichtig dehnende Griffe) dienen, oder im eigentlichen Lymphödemgebiet eine Lockerung bzw. Verschiebung und Verdrängung der Ödemflüssigkeit (leichte bis festere Griffe) bewirken sollen. Vor allem bei sekundären Lymphödemen kommt es darauf an, die Ödemflüssigkeit in Regionen des Körpers zu verschieben, wo gesunde und damit leistungsfähige Lymphgefäße erhalten sind. Lassen Sie sich also nicht irritieren, wenn auch in gesunden Bereichen gearbeitet wird.

mehr...

Magnetfeldtherapie

Bereits im antiken China und Ägypten setzte man natürliche Magnete zur Heilung von Krankheiten ein und auch Hippokrates beschrieb Heilungen mit Magneten.

Zur Wirkung der Wechselfeld-Magnettherapie wird vermutet, dass die Durchblutung und der Zellstoffwechsels gefördert wird. Magnetische Wechselfelder induzieren im Körper elektrische Spannungen. Diese könnten die chemischen und physikalischen Vorgänge an Zellmembranen beeinflussen.

Anwendungsgebiete der Magnetfeldtherapie sind Wundheilungsstörungen, Verschleiß des Bewegungsapparates und der Wirbelsäule, Knochenbrüche, Migräne. Oft ist eine mehrfache Anwendung erforderlich.

Da man ein Magnetfeld nicht spüren kann, ist die Anwendung schmerzfrei. Manche Patienten berichten jedoch von einem Wärmegefühl oder einem leichten Kribbeln durch die Anwendung.

Bei Menschen mit Herzschrittmacher oder anderen elektronischen Implantaten sollten grundsätzlich keine Magnetfeldtherapie eingesetzt werden. Es könnte hier zu gefährlichen Wechselwirkungen mit der Steuerelektronik kommen.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie gilt in vielen Fällen als Alternative zu schulmedizinischen Methoden in der Schmerztherapie. Nach den Vorstellungen der Neuraltherapeuten können ein Drittel aller chronischen Erkrankungen auf so genannte Störfelder im Körper zurückzuführen sein. Dies können beispielsweise Narben oder abgestorbene Zähne sein. Oft rufen die Störfelder selbst keinerlei Beschwerden hervor. Sie sollen aber als eine Art Störsender über die umgebenden Nervenfasern ständig Impulse abgeben, die zu Irritationen im Organismus führen. Die Ursache einer Beschwerde liegt also nicht am Erkrankungsort selbst, sondern die Beschwerden werden durch das Störfeld verursacht.

Ein geschulter Neuraltherapeut kann solche Störfelder entdecken und gezielt ausschalten. Dazu werden Arzneistoffe, die lokal betäuben (Lokalanästhetika), in die Störfelder injiziert und somit die vom Störfeld ausgelösten Fernstörungen unterbunden.

Ein weiterer Bereich der Neuraltherapie ist die Segmenttherapie. In der Segmenttherapie nutzt der Neuraltherapeut die Nervenverbindungen zwischen inneren Organen und bestimmten Hautarealen. Durch Injektionen mit Lokalanästhetika in den Hautbezirk können unter Umständen die Beschwerden im betroffenen Organ beeinflusst werden.

Orthomolekulare Medizin

Der Begriff „Orthomolekulare Medizin“ (Medizin mit den richtigen Molekülen) wurde von dem amerikanischen Biochemiker und Nobelpreisträger Linus Pauling entwickelt. Die Anwender der orthomolekularen Medizin sind davon überzeugt, dass zahlreiche Erkrankungen und Beschwerden auf einen Mangel an bestimmten Nährstoffen bzw. Vitaminen zurückzuführen sind. Sie gehen davon aus, dass die tägliche Ernährung nicht die optimale Versorgung mit bestimmten Nährstoffen gewährleist. Zum Teil werden hohe Dosierungen von Vitaminen, Mineralien, essentielle Fettsäuren, Aminosäuren und Spurenelementen eingesetzt.

Die häufigsten Einsatzgebiete sind: Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Rheumatische und andere Erkrankungen.

Manche Nährstoffe werden aber auch als ergänzende Therapie zur Vorsorge eingesetzt, beispielsweise zum Schutz vor Arteriosklerose.

Ozontherapie

Als Ozontherapie werden mehrere Verfahren bezeichnet, bei denen das Gas Ozon (= O3) eingesetzt wird.

Je nach Anwendungsart und Konzentration soll das aus Sauerstoff gewonnene Gas entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und stoffwechselverbessernd wirken.

Je nach Diagnose wird Ozon auf unterschiedliche Art und Weise eingesetzt:
Bei der modifizierten Eigenblutbehandlung wird Blut aus der Vene entnommen, mit Ozon versetzt und wieder in die Vene oder in den Muskel reinjiziert. Injektionen werden hauptsächlich für arterielle Durchblutungsstörungen, Krampfadern, Viruserkrankungen, asthmatische Beschwerden, Allergien oder Gelenkschmerzen eingesetzt.

Bei der Darm-Ozontherapie wird Ozon über einen Katheter in den Darm eingebracht. Behandelt werden sollen Verstopfungen, Hämorrhoiden oder entzündliche Darmerkrankungen.

Pflanzenheilkunde/Behandlung mit Heilpflanzen

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) gehört zu den ältesten medizinischen Therapien. Schon immer haben die Menschen verschiedenster Kulturen ihr Wissen über die Wirksamkeit der Pflanzen bzw. pflanzlicher Zubereitungen und über die Behandlung mit Heilpflanzen den nächsten Generationen weitergeben.

In den letzten Jahrzehnten konnte die Wirksamkeit und Verträglichkeit vieler traditionell genutzter Heilpflanzen durch die moderne Arzneipflanzenforschung bestätigt werden.

Bei manchen Erkrankungen und vielen Befindlichkeitsstörungen ist die Pflanzenheilkunde oft als eine ausreichend wirksame und zumeist gut verträgliche Alternative zu chemisch synthetischen Arzneimitteln zu sehen. Sie ist gleichermaßen durch Patienten und Fachleute anerkannt und wird von vielen Menschen als Therapieform bevorzugt.