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Seitenabruf: 21.11.2008 12:01:09
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Unter einem Ödem versteht man eine Schwellung, die auf Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe zurückzuführen ist. Lymphödeme entstehen oft dann, wenn ursprünglich gesunde Lymphgefäße beschädigt werden. Dann kann die Lymphe aus dem Gewebe nicht ausreichend abtransportiert werden. Man spricht von einem sekundären Lymphödem.
Häufige Ursache für ein sekundäres Lymphödem ist die operative Entfernung von Lymphknoten, z.B. im Rahmen einer OP. Durch das Herausschneiden von Lymphknoten wird der Lymphabfluss oft beeinträchtigt oder teilweise unterbrochen. Als Folge kommt es zu einem Rückstau der Lymphe, was zu einer Anschwellung des betroffenen Armes führt. Werden Lymphknoten in der Leiste entfernt, können sich Ödeme in den Beinen entwickeln.
Warum müssen Lymphödeme unbedingt behandelt werden?
Im Anfangsstadium ist ein Lymphödem nur als leichte Schwellung zu bemerken, die durch Hochlagerung zurückgeht. Ein Lymphödem wird vom Patienten meist unterschätzt, weil häufig kein direkter Schmerz damit verbunden ist und eine Volumenzunahme des Ödems nur langsam fortschreitet. Wichtig ist, dass zu diesem Zeitpunkt schon eine adäquate Behandlung beginnt, denn schon in diesem Stadium werden Prozesse eingeleitet, die zu einer Verschlimmerung des Lymphödems führen:
Wie bei der Heilung einer Wunde, wird im Ödembereich neues Gewebe gebildet. Das anfängliche weiche und rückbildbare Ödem dehnt sich aus, wird fest und bleibt auch dann bestehen, wenn die betroffene Extremität hochgelagert wird (Fibrose). Gleichzeitig neigt es zu Entzündungen, da durch den schlechten Lymphfluss die Abwehrleistung des Immunsystems in diesem Körperbereich nicht ausreicht. Mikroskopisch kleine Verletzungen der Haut, durch die Bakterien eindringen, können dann schon zu massiven Infektionen führen.
Wichtig: Suchen Sie bei geringsten Anzeichen eines Lymphödems Ihren Arzt oder Heilpraktiker auf.
Behandlung von Lymphödemen
Die Therapie eines Lymphödems ist sehr aufwendig , kann aber sehr erfolgreich sein, wenn die Behandlungsmethoden konsequent durchgeführt werden.
Lymphödeme werden meist in einer Kombination von mehreren Behandlungsbausteinen therapiert, die unter dem Begriff Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) zusammengefasst werden. Dazu gehören:
Manuelle Lymphdrainage
Kompressionstherapie/Hautpflege
Bewegungstherapie/Krankengymnastik/Physiotherapie
Medikamentöse Behandlung
Über die medikamentöse Begleittherapie im Zuge der Lymphödembehandlung entscheidet Ihr behandelnder Arzt oder Heilpraktiker. Hilfreich können auch Medikamente sein, die das Lymphgefäßsystem in seiner Leistung unterstützen und so den Behandlungserfolg verbessern können.
Die Anwendung einer Drainagesalbe rundet die Therapie einer Lymphödembehandlung ab.
Ratsam ist es, die Drainagesalbe gegen Ende der Lymphdrainagesitzung im Ödem- und Abflussgebiet aufzutragen und dieses Vorgehen auch zwischen den Behandlungen zu wiederholen.