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Mistel - Viscum Album

Familie:
Viscaceae, Loranthaceae – Mistelgewächse

Namen:
Hexennest, Drudenfuss, Vogel- oder Leimmistel

Verbreitung, Vorkommen:
auf Laub- und Nadelbäumen in ganz Eurasien in Regionen mit milden Wintern

Beschreibung:
Die Mistel ist ein immergrüner, annähernd kugelförmiger Strauch, der auf Bäumen halbschmarotzend lebt und bis etwa 1 m im Durchmesser groß wird.
Sie hat ledrige, lanzettliche Blätter und unscheinbare gelblichgrüne Blüten, die zwischen März und Mai erscheinen. Die klebrigen, weißen Beeren reifen im Spätherbst. Es gibt 3 Unterarten, die sich im Wesentlichen durch die Art ihrer Wirtspflanzen unterscheiden: Laubholzmistel (Viscum album ssp. platyspermum), Tannenmistel (Viscum album ssp. abientis) und Kiefernmistel (Viscum album ssp. laxum).

Wirkstoffe:
Giftige Inhaltsstoffe sind beispielsweise Mistellektine und Viscotoxine im Kraut der Mistel.

Historische Verwendung:
Unsere Vorfahren verwendeten die Mistel zur Abwehr von Dämonen, als Glücksbringer und Fruchtbarkeitssymbol. Noch immer ist die Mistel DAS Grün der englischen Weihnachten mit deutlich mystischem Bezug.
Misteltee dient traditionell zur Regulierung des Blutdruckes und er wird bei Schwindelanfällen und Gelenkerkrankungen angewandt, allerdings konnten diese Einsatzgebiete bisher wissenschaftlich nicht eindeutig belegt werden.

Heutige Verwendung:
Injektionen mit Mistelpräparaten verwendet man zur Unterstützung des Immunsystems im Rahmen so genannter Reiz- bzw. Reflextherapien bei Gelenks- und Tumorerkrankungen.
In der Homöopathie haben sich folgende Anwendungsgebiete besonders bewährt: Verschleißkrankheiten der Gelenke, Schwindelgefühle, Lymphsystemerkrankungen und Stauungen sowie Katarrhe der Atmungsorgane.
 
Wegen ihres Bezugs zum Lymphsystem und zu entzündlichen Erkrankungen ist es sinnvoll, dass die Mistel Bestandteil homöopathischer Lymphmittel ist.