Familie:
Liliengewächse, Liliaceae
Namen:
Urginea maritima
Scilla ist ein alter griechischer Name, der schon von Hippokrates gebraucht wurde und maritima deutet auf das Vorkommen im Küstengebiet des Mittelmeeres hin.
Verbreitung, Vorkommen:
Küstenbereich des gesamten Mittelmeerraumes
Beschreibung:
Ausdauernde, bis zu 1,5 m hohe Pflanze, die aus einer großen (Durchmesser bis zu 30 cm) und bis zu 3 kg schweren Zwiebel wächst. Der Blütenstand ist eine dichte, reichblütige Traube, die bis zu 40 cm lang ist. Die 10 bis 20 breitlanzettlichen Laubblätter erscheinen erst nach der Blüte.
Verwendung findet in der Homöopathie die frische Zwiebel vor dem Austreiben der Blätter.
Wirkstoffe:
Die Meerzwiebel enthält bis zu 4 % Glykoside mit herzwirksamen Eigenschaften.
Historische Verwendung:
Scilla spielt seit Hippokrates in der Medizin eine große Rolle. Die Pflanze wirkt stark entwässernd und wurde daher v. a. bei Wassersucht bzw. Ödemen gegeben. Darüber hinaus wirkt sie schleimlösend, weshalb sie sich als Hustenmittel etablierte. Auch Gelenkschwellungen sind ein beliebtes Einsatzgebiet.
Heutige Verwendung:
Aufgrund der Giftigkeit spielt Scilla heute nur noch in der Homöopathie eine Rolle. Homöopathische Anwendungsgebiete sind u. a.: Harnblasenentleerungsstörungen, Schleimhautreizungen und Schnupfen, aber auch Wassereinlagerungen.
Da durch die Anwendung von Scilla verstärkt Flüssigkeit ausgeschieden wird, eignet sich sehr gut als Bestandteil komplexer homöopathischer Lymphmittel.



