Familie:
Papaveraceae, Mohngewächse
Namen:
Kanadische Blutwurzel, engl.: Bood-root
Lat. sanguis = Blut; wegen des roten Saftes der Wurzel
Verbreitung, Vorkommen:
Beheimatet im Ost-Teil Nordamerikas, bevorzugt dort feuchte Waldböden
Beschreibung:
Ausdauerndes Kraut, mit einem blaugrünen, gelappten, bis zu 15 cm langen Blatt und einer weißen Blüte, die zwischen März und Juni erscheint. Die Pflanze enthält einen orangeroten Milchsaft.
Wirkstoffe:
Verwendet werden die getrockneten unterirdischen Teile im Herbst. Sie enthalten mindestens 2,0 % Alkaloide.
Historische Verwendung:
Die Kanadische Blutwurz war in früheren Jahren eine geschätzte Färbe- und Arzneipflanze. Sie diente als Husten-, Brech- und Abführmittel. Heute werden die Pflanze bzw. ihre Inhaltsstoffe gelegentlich noch als antibakterieller Zusatz in Zahnpasten und Mundwässern verwendet.
Heutige Verwendung:
In Europa steht Sanguinaria nur noch in homöopathischer Form zur Verfügung. Zu den Anwendungsgebieten gehören hier Entzündungen der Atmungsorgane und Rheumatismus. Sanguinaria hat einen positiven Einfluss auf die Schleimhäute – besonders die der Atemwege. Deshalb wird sie bei Schnupfen, Ohren- und Halsschmerzen eingesetzt. Besonders hervorzuheben ist der schützende Effekt auf die Schleimhäute. Dadurch eignet sie sich gerade zur Therapie bei erhöhter Infektanfälligkeit und chronischen Beschwerden im Bereich der oberen Luftwege. Daneben hat Sanguinaria auch eine Beziehung zur Leber. Bei entzündlichen Erkrankungen kommt der Leber eine bedeutende Rolle zu – schließlich ist sie das wichtigste Entgiftungsorgan unseres Körpers. Durch die Wirkung von Sanguinaria wird die Ausscheidungs- und Entgiftungsfunktion der Leber angeregt.
Aus den genannten Gründen ist Sanguinaria ein wichtiger Bestandteil von homöopathischen Komplexmitteln mit Wirkung auf das Lymphsystem.



