Familie:
Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse
Namen:
Kanadisches Wasserkraut
Verbreitung, Vorkommen:
Osthälfte Kanadas
Beschreibung:
Die kanadische Gelbwurz ist eine Staude mit kriechendem Wurzelstock aus dem jährlich ein blütentragender Spross mit 2 handförmig gelappten Blättern wächst. Sie gedeiht auf schattigem, humusreichem Boden. Die Frucht ist einer Himbeere ähnlich.
Wirkstoffe:
Verwendet werden die getrockneten unterirdischen Teile, die viele Alkaloide enthalten.
Historische Verwendung:
Hydrastis ist ein altes Heilmittel der Indianer. Der Wurzelfarbstoff diente auch zum Bemalen der Haut. Die Pflanze ist seit 1883 in Deutschland als Heilmittel anerkannt.
Volksheilkundlicher Einsatz:
Geschwüre, Entzündungen, Drüsenschwellungen, Fieber, Gonorrhö, Durchblutungsstörungen, gynäkologische Erkrankungen.
Heutige Verwendung:
Bei uns spielt Hydrastis heute nur noch in der Homöopathie eine Rolle. Hier wird sie eingesetzt bei Schleimhautentzündungen, Entzündungen und Krämpfen des Leber-Galle-Systems und des Magen-Darm-Kanals.
Die Hauptwirkung bezieht sich auf die Schleimhäute und somit auf das unspezifische Immunsystem. Deshalb gelten Mittelohrentzündung, chronischer Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündungen zu den Haupteinsatzgebieten. Hydrastis hat aber auch einen Bezug zur Leber.
Wegen ihrer Wirkung auf das Immunsystem und das Stoffwechselorgan Leber ist Hydrastis ein wichtiger Bestandteil in homöopathischen Lymphmitteln.



