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Ringelblume - Calendula

Familie:
Korbblütengewächse

Namen:
auch: Ringelrose, Goldrose, Sonnenwendblume
Calendula ist abgeleitet vom lateinischen calendae, dem ersten Tag des Monats, weil die Pflanzen an vielen calendis blühen. Andere Deutung: Weil sie – wie ein Kalender – den Lauf der Sonne wiedergeben, indem sie sich bei Sonnenaufgang öffnen und bei Sonnenuntergang schließen. „Ringel“-blume bezieht sich auf die ringförmig gewundenen Samen.

Verbreitung, Vorkommen:

Mittelmeergebiet, USA
Die Ringelblume ist eine der wichtigsten Heilpflanzen, die zwar ursprünglich in Mitteleuropa nicht heimisch war, heute aber in jedem Bauerngarten zu finden ist.

Beschreibung:
Bis zu 50 cm hohe, meist einjährige, gelegentlich auch ausdauernde krautige Pflanze, die von Juni bis September durch große, intensiv gelb-orangene Blüten auffällt

Wirkstoffe:
Triterpensaponine, Triterpenalkohole, Sterole, Carotinoide, Flavonoide, Cumarine, ätherische Öle

Historische Verwendung:
Wichtigstes Anwendungsgebiet ist seit jeher die Wundheilungsförderung. Daneben kannten die alten Kräuterkundigen weitere Anwendungsgebiete: Milzbeschwerden, Gelbsucht, Brustentzündungen, Narben, Drüsenentzündungen, -schwellungen und -verhärtungen.
Die Ringelblume galt als die „milde“ Form der Arnika. Bis zur Mitte des 19. Jh. wurde Calendula auch in der Tumortherapie eingesetzt, allerdings war damals bereits klar, dass die Wirkung eher eine indirekte war, indem Calendula zur Gewebereinigung diente.

Heutige Verwendung:
Wirkungen: entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, abschwellend, antimikrobiell. Deshalb ist die Ringelblume in vielen Heilsalben enthalten. In den unterschiedlichsten Abwandlungen ist die Ringelrosenbutter noch immer eine beliebte volksheilkundliche Medizin, die bei Verletzungen jeglicher Art Anwendung fand und immer noch findet. Homöopathisch wird Calendula ebenfalls hauptsächlich zur Behandlung schlecht heilender Wunden eingesetzt.

Wissenswertes:
Calendula zählt zu den wichtigsten Heilpflanzen. Als Ringella wurde sie bereits von Hildegard von Bingen häufig erwähnt. Sie ist zur Heilpflanze des Jahres 2009 gewählt worden – vom NHV Theophrastus, einem Verein zur Förderung traditioneller Naturheilkunde. Gewürdigt wird damit nicht nur die vielseitige und beliebte Wirkung der Ringelblume, sondern auch ihre Anspruchslosigkeit im Garten. Ohne besondere Wünsche an Bodenbeschaffenheit und Standort blüht die Ringelblume reich und verbreitet sich durch Selbstaussaat.