Familie:
Asclepidiaceae
Namen:
Botanischer Name: Marsdenia condurango.
Der Name Marsdenia wurde zu Ehren des Historikers William Marsden (1754 – 1836) geprägt. Condurango ist abgeleitet von dem Wort Quichua angu (=Schlingpflanze).
Verbreitung, Vorkommen:
Condurango kommt weltweit in den Tropen vor, besonders an den Westhängen der Anden.
Beschreibung:
Es handelt sich um eine Liane, deren Stamm bis zu 10 cm dick werden kann. Arzneilich verwendet wird die getrocknete Rinde der Zweige und Stämme.
Wirkstoffe:
Insbesondere bittere Condurango-Glykoside
Historische Verwendung:
Ursprünglich diente Condurango den Ureinwohnern Südamerikas zur Appetitanregung, wurde aber auch bei Schlangenbissen und Krebserkrankungen eingesetzt – hier insbesondere zur Besserung der Beschwerden in Zusammenhang mit Magenkrebs.
Heutige Verwendung:
Um 1870 wurde Condurango in die europäische Medizin eingeführt. Auch hier ist die Appetitanregung das wichtigste Anwendungsgebiet. Manch einer verwendet Condurango auch bei Verdauungsbeschwerden. Die zerkleinerte Droge wird dazu beispielsweise als Aufguss oder in Form des Condurango-Weines eingenommen. Darüber hinaus spielt Condurango in der Homöopathie eine Rolle: Sie wird eingesetzt bei Rissen und Geschwüren an Lippen und After, auch bei Entzündungen der Speiseröhre. Condurango ist wegen ihrer heilungsfördernden und entzündungshemmenden Wirkung in manchen homöopathischen Lymphmitteln enthalten.



