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Schöllkraut - Chelidonium majus

Familie:
Papaveraceae

Namen:
Tüfelsmilch, Warzenkraut, Schwalbenwurz
Der Name Chelidonium entstammt dem griechischen Chelidon (Schwalbe). Vermutlich kommt das daher, dass die Pflanze beim Eintreffen der Schwalben (Anfang Mai) zu blühen beginnt. Die deutsche Bezeichnung „Schöllkraut“ entstand wohl aus diesem Chelidonium.

Verbreitung, Vorkommen:
Sehr verbreitet – v. a. an Hecken- und Wegrändern in den gemäßigten und subtropischen Zonen Europas und Asiens.

Beschreibung:
Die 50 bis 70 cm hohe Pflanze ist mehrjährig. Sie ähnelt etwas dem bekannten Klatschmohn, jedoch sind die Blüten kleiner und gelb. Besonders charakteristisch ist der kräftig gelbe Milchsaft, der beim Abbrechen des Stängels austritt.

Wirkstoffe:
V. a. verschiedene Alkaloide (Coptisin, Chelidonin, Protopin, Berberin)

Historische Verwendung:
Volkstümlich dient der frische Milchsaft zur Behandlung von Warzen, Hornhaut und Hühneraugen. Die Pflanze ist schon seit dem Altertum für ihre Heilkräfte bekannt. Sie beziehen sich seit jeher insbesondere auf Leber und Galle.

Heutige Verwendung:
Das Schöllkraut wirkt krampflösend im oberen Verdauungstrakt und regt die Gallensaftproduktion an. Wegen Bedenken hinsichtlich einer möglichen leberschädigenden Wirkung wird Schöllkraut seit einigen Jahren nur noch in Form von schwach konzentrierten pflanzlichen Arzneimitteln angeboten. In der Homöopathie dagegen spielt Chelidonium eine wichtige Rolle bei Störungen im Leber-Galle-System und bei starken Entzündungen. Wegen seiner antientzündlichen und leberstimulierenden Wirkung ist Cheldonium in manchen homöopathischen Lymphmitteln enthalten.