Familie:
Bärlappgewächse
Namen:
Weitere Bezeichnungen: Drudenfuss, Erdmoos, Kolbenbärlapp, Schlangenmoos. Der Name Lycopodium leitet sich ab von griech. lykos =Wolf und podion =Füßchen. Er bezieht sich – wie auch der deutsche Name – auf das wolfs- (bzw. bären-) tatzenähnliche Aussehen der Pflanze.
Verbreitung, Vorkommen:
Bärlapp findet man weltweit in gemäßigten bis kalten Gebieten, überwiegend in trockenen Nadelwäldern.
Beschreibung:
Bärlappgewächse gehören zu den Sporenpflanzen. Das heißt, dass sie keine eigentlichen Blüten mit Früchten und Samen ausbilden, sondern – so wie Moose, Schachtelhalm und Farne auch – nur Sporen.
Giftigkeitsgrad, giftige Pflanzenteile:
Giftig!
Historische Verwendung:
Paracelsus sah im Bärlapp – wie auch in anderen immergrünen, blütenlosen Pflanzen – ein wichtiges Mittel bei Milzerkrankungen. Seit dem Altertum dienten die Sporen v. a. der Wundbehandlung aber auch der Pillenfertigung.
Heutige Verwendung:
Therapeutisch spielt Lycopodium heute nur noch in der Homöopathie eine große Rolle: Lycopodium unterstützt die Stoffwechselfunktion der Leber und bewirkt so eine Besserung von Beschwerden, die mit einer hohen Anforderung an das Lymphsystem einhergehen. Lycopodium wird auch bei Schleimhautentzündungen im Kopf- und Halsbereich, geschwollenen Lymphknoten und Mandeln, Ohrenentzündungen, und allgemeinen Schwellungen, darüber hinaus aber auch bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt.
Wissenswertes:
Eine Bedeutung hatten von jeher die Sporen: Sie verpuffen in der Flamme und dienten so als Blitzpulver im Theater und als Zusatz zu Feuerwerkskörpern. Die Sporen wurden darüber hinaus als Wundpulver und zur Pillenherstellung angewandt und finden noch heute Einsatz in Trockenshampoos, Gesichtspudern und zum Sichtbarmachen von Fingerabdrücken in der Kriminalistik. Bärlapp spielte im Aberglauben osteuropäischer Völker eine große Rolle: positive Beeinflussung von Gerichtsprozessen, Verhinderung von Gliederkrämpfen durch Einlegen in die Bettsocken, Empfängnisverhütung



