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Konstitution

Gemäß der Definition ist Konstitution die Summe aller ererbten und erworbenen Eigenschaften des Körpers inklusive anlagebedingter Schwachstellen. Ob überhaupt, wann und inwieweit diese Schwachstellen des Organismus zu Beschwerden oder Erkrankungen führen, hängt im hohem Maße auch mit der Lebensführung zusammen. Wer also seine Schwachstellen kennt, kann hier möglicherweise eine weitere Belastung vermeiden und so eine sinnvolle Vorbeugung gegen Krankheiten erreichen.

Dem Wiener Gynäkologen Bernhard Aschner ist es zu verdanken, dass alte Erkenntnisse der Gelehrten Hippokrates und Galen in unserem Jahrhundert wiederentdeckt wurden. Er ergänzte die traditionelle Konstitutionslehre durch weitere Kriterien - vor allem Haar-, Haut- und Augenfarbe - und schuf eine neue, die sogenannte "Humoral- oder Konstitutionsmedizin".

Sie basiert auf den drei Grundkonstitutionen: lymphatische, hämatogene und dyskratische (gemischte) Konstitution. Da für jeden Konstitutionstypen bestimmte gesundheitliche Schwachstellen und Risiken charakteristisch sind, hat man den drei Grundkonstitutionen spezifische Krankheitsdispositionen zugeordnet. Sie können aufgrund struktureller Veränderungen der Iris diagnostiziert werden. Dabei macht man sich die Besonderheit der Iris zunutze: Sie ist die einzige Stelle des Körpers, an der das Bindegewebe mit bloßem Auge zu sehen ist. Stoffwechselstörungen, bei denen es zu Ablagerungen in Form von Pigmenten im Irisbindegewebe kommt, können durch die Iridiologie frühzeitig erkannt werden.

Die Konstitutionslehre ist nicht neu und auch nicht allein an eine Begutachtung der Iris gebunden. So kennen wir z.B. die Typenlehre nach Kretschmer, der aus dem Körperbau auf bestimmte Erkrankungsneigung des betreffenden Menschen schloß. Als Konstitution bezeichnen wir die Summe aller ererbten und erworbenen Eigenschaften, die einen Menschen Krankheiten einer ganz bestimmten Richtung entwickeln lassen.

Ob überhaupt, in welchem Lebensalter und wie schwer sich diese anlagebedingten Schwachstellen zu Krankheiten entwickeln, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Faktoren die sich in den meisten Fällen vermeiden lassen könnten, wenn man seine spezielle Konstitution kennt.

Zu Unterstützung der Konstitution werden von Therapeuten oft Präparate aus der Homöopathie bzw. Komplexhomöopathie eingesetzt.