Hilfe aus der Natur
Pflanzliche Arzneimittel haben in der Medizin eine lange Tradition. Vor allem die geringeren Nebenwirkungen machen diese natürlichen Heilmittel äußerst beliebt. Auch bei nervöser Unruhe vertrauen viele Menschen auf die lindernde Wirkung aus der Natur.
Johanniskraut - natürliche Lebensfreude erhalten
Johanniskraut, das den lateinischen Namen Hypericum perforatum trägt, ist das bei depressiven Verstimmungen am häufigsten eingesetzte Arzneimittel. Benannt ist die Pflanze nach Johannes dem Täufer, an dessen Gedenktag (24. Juni) das Kraut goldgelb in voller Blüte steht. Zur Herstellung von Arzneimitteln verarbeitet man allerdings nur die Triebspitzen, die kurz vor der Blütezeit gesammelt werden. Vor allem bei leichten und mittelschweren depressiven Verstimmungen ist die lindernde Wirkung von Johanniskraut seit langer Zeit geschätzt. Bereits Paracelsus vertraute der Heilpflanze, die er als Arnika der Nerven bezeichnete. In den letzten Jahren haben sich viele Wissenschaftler mit der Heilwirkung von Johanniskraut beschäftigt und deren Erfolge bei depressiven Verstimmungen untersucht. Entscheidend ist, dass die Wirkstoffe des Johanniskraut-Extrakts die Wiederaufnahme verschiedener Botenstoffe in die Nervenzellen des Gehirns hemmen, was schließlich dazu beiträgt, das seelische Gleichgewicht wieder herstellt.
Die beruhigende Wirkung des Baldrian
Baldrian (Valeriana officinalis) hat als Arzneimittel eine lange Geschichte. Schon in der griechischen und römischen Medizin wurde die purpurrot bis weiß blühende Pflanze als Heilmittel geschätzt. In der Naturheilkunde sind vor allem die getrockneten Wurzeln der Baldrian-Pflanze von Bedeutung. Denn dort sind zahlreiche Stoffe angesiedelt, deren Wirkung die Pflanze so beliebt macht. Angewendet wird Baldrian bei Unruhe, Angst- und Spannungszuständen sowie bei nervös bedingten Einschlafstörungen oder Leistungs- und Konzentrationsschwächen.
Passionsblume
Die Passionsblume (Passiflora incarnata) ist eine Kletterpflanze mit spiralförmig gewundenen Ranken, die eine Höhe von bis zu zehn Metern erreichen kann. Traditionell kommt das Kraut der Passionsblume wegen seiner beruhigenden und angstlösenden Wirkung bei nervösen Unruhe- und Angstzuständen zum Einsatz. Auch bei nervös bedingten Beschwerden im Magen-Darmbereich und bei leichten Schlafstörungen sind die Inhaltsstoffe der Passionsblume eine beliebte Wahl. Sehr oft wird das Gewächs auch in Kombination mit anderen Heilpflanzen eingesetzt. Zur Herstellung von Arzneimitteln dienen die getrockneten Blüten oder die fruchttragenden oberirdischen Pflanzenteile.
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