Burn-out-Syndrom / Stress
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Erschöpft und ausgebrannt – Das Burn-out-Syndrom
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Wer sich wie ausgebrannt fühlt, hat meist vorher lichterloh gebrannt!
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Kein eindeutiges Beschwerdebild
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Wie lässt sich das Burn-out-Syndrom vermeiden?
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Entspannung vor der Anspannung
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Sind Sie betroffen?
Erschöpft und ausgebrannt – Das Burn-out-Syndrom
Müde, kraftlos und schlapp – einfach wie ausgebrannt. Immer mehr Menschen leiden unter dem sogenannten Burn-out-Syndrom. Ca. 10 % der Arbeitnehmer in bestimmten Berufen sind davon betroffen, ca. 20 - 30% der Bevölkerung in den westlichen Leistungsgesellschaften ist von diesem Phänomen gefährdet – mit steigender Tendenz.
Der Beruf oder die Beschäftigung hat ihnen jahrelang Spaß gemacht, sie haben sich stark engagiert, immer ihr Bestes gegeben und viele Überstunden geleistet. Alles ging leicht und ohne erkennbare Schwierigkeiten von der Hand. Aber dann ändert sich dies: Die Freude am Beruf schlägt um in Frustration, innere Leere und Erschöpfung. Körper und Seele geraten völlig aus dem Gleichgewicht.
Wer sich wie ausgebrannt fühlt, hat meist vorher lichterloh gebrannt!
Nicht die kürzeren Stressphasen, die viele Menschen durchleben, sind ein Auslöser für das Gefühl des Ausgebranntseins, sondern permanente Belastungen, die sich auf Körper und Seele niederschlagen. Das ständige Leistungsstreben führt zum körperlichen und seelischen Zusammenbruch.
Die Gefahr des Burn-out ist nicht nur bei Führungskräften und Personen in verantwortungsvollen Positionen gegeben. Zur Risikogruppe gehören auch Menschen, die Mehrfachbelastungen ausgesetzt sind oder in sozialen Berufen arbeiten. Häufig sind es die Betroffenen selbst, die sich zuviel aufbürden. Sie neigen dazu, sich sehr stark zu engagieren und sind überaus ehrgeizig oder idealistisch.
Aber auch Situationen wie hohe Arbeitsbelastung unter schlechten Arbeitsbedingungen, zu großes Arbeitspensum in einem zu eng gesteckten Zeitrahmen, zu geringe Unterstützung durch den Vorgesezten, Nacht- Wochenend- und Schichtarbeit sind Faktoren, die zum Burn-out führen können. Dabei kommen Familie, Freunde und die Freizeit zu kurz.
Die Grundsteine für ein Burn-out werden oft schon in der Kindheit gelegt: Die Betroffenen wurden in vielen Fällen sehr leistungsorientiert erzogen. Die Neigung, das eigene Selbstbewusstsein anhand hoher Leistungen und äußerer Anerkennung zu definieren, setzt sich dann im späteren Berufsleben fort.
Kein eindeutiges Beschwerdebild
Es gibt kein allgemeingültiges Erscheinungsbild des Burn-out-Syndroms, genausowenig wie einen einheitlichen Beginn. Die Symptome sind vielfältig somatisch, vegetativ und psychisch ausgeprägt.
Es werden in späten Phasen oft folgende Symptome genannt:
- Kopfschmerzen
- Muskelverspannungen
- andauernde Müdigkeit
- Konzentrationsstörungen
- fehlende Motivation
- Kraftlosigkeit
- Schlafmangel/Schlafstörungen
- Magen-Darm-Probleme
- gesteigerter Genussmittelverbrauch
- erhöhte Erkältungs- und Infektanfälligkeit
- Unmöglichkeit, abzuschalten
Die Übereifrigkeit wird langsam und schleichend, meist über Monate oder Jahre hinweg, von einem Gefühl der Erschöpfung verdrängt. Die Folgen sind die Unfähigkeit, sich zu erholen, daraus folgend eine geringere Belastbarkeit, höhere Fehlerquoten, Gefühlsschwankungen und Gereiztheit.
In der letzten Phase erfolgt dann die Krise und der Zusammenbruch mit tw. langandauernden Krankheitszeiten.
Wie lässt sich das Burn-out-Syndrom vermeiden?
Man muss sich bewusst machen, dass sich der Zustand nur bessert, wenn langfristig Verhaltensweisen geändert werden. Man muss in sich hinein horchen und lernen, die eigenen körperlichen und nervlichen Grenzen zu kennen. Die eigenen Unzulänglichkeiten müssen akzeptiert und machen die persönliche Belastungsgrenze bewusst gemacht werden.
Dies sollte beachtet werden:
• Lernen Sie, auch mal „nein“ zu sagen.
• Fühlen Sie sich nicht für alles und jeden verantwortlich.
• Vertrauen Sie in die Fähigkeiten Ihrer Mitmenschen – sie können Ihre Aufgaben bestimmt genauso gut und gewissenhaft erledigen wie Sie.
• Finden Sie für sich heraus, welche Dinge sich positiv auf Ihr allgemeines Wohlbefinden auswirken.
• Gewinnen Sie eine realistische Selbsteinschätzung, fahren Sie Ihre Ansprüche herunter und richten Sie danach Ihr Verhalten dauerhaft aus.
• Legen Sie während der Arbeit immer wieder kürzere Pausen ein; geben Sie Arbeiten auch mal an Ihre Kollegen weiter.
• Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Kost; essen Sie regelmäßig und in Ruhe.
• Gestalten Sie aktiv Ihre Freizeit mit Freunden, Familie und Hobbys.
• Sorgen Sie für ein Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben.
• Regenerieren Sie sich ganz bewusst außerhalb der Arbeit und erschließen Sie Quellen für neue Energien und Kräfte.
• Nehmen Sie sich bewusst Zeit für Dinge, die Sie früher vernachlässigt haben, wie ein gutes Essen, moderate sportliche Betätigungen, Treffen mit Freunden und Familie, Hobbys und ausgiebige Spaziergänge in der Natur.
• Fahren Sie am Wochenende ans Meer, gehen Sie in die Sauna oder ins Dampfbad.
Entspannung vor der Anspannung
Und denken Sie daran: Vorbeugen ist immer besser als Heilen. Eine gesunde Lebensführung mit Sport, ausgewogener Ernährung und viel Schlaf stärkt Körper und Seele und bietet die besten Voraussetzungen, um einem Erschöpfungszustand vorzubeugen. Hilfreich sind auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung; sie eignen sich besonders zur Stressvorbeugung im Berufsleben und können leicht in den Alltag integriert werden. Schon wenige Minuten Training am Tag führen zu einer deutlich spürbaren inneren Entspannung und ersticken den Stress im Keim.
Sind Sie betroffen?
Wenn selbst die beschriebenen Entspannungsmaßnahmen Ihnen nicht helfen und Ihre Beschwerden über Wochen und Monate anhalten, leiden Sie wahrscheinlich an einem gravierenden Burn-out-Syndrom. Bevor Sie nun auf eigene Faust Maßnahmen ergreifen, sollten Sie in jedem Fall den kompetenten Rat eines Therapeuten einholen. Denn nicht jede Erschöpfung ist ein Burn-out-Syndrom. Oftmals handelt es sich auch um andere körperliche oder psychische Erkrankungen (z. B. Schilddrüsenfunktionsstörung, emotionale Verstimmungen), die dann entsprechend behandelt werden müssen.
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