Säureüberlastung - Wodurch kann Sie entstehen?
Die Säureüberlastung um die es hier geht, entsteht nicht plötzlich.
Es handelt sich um einen schleichenden, manchmal über Jahre andauernden Prozess. Aus der vereinfachten Formel (s. Definition) wird schon deutlich, dass es verschiedene „Stellschrauben“ im System gibt.
Ernährungsgewohnheiten, die aus mehr als 25% säurebildenden Nahrungsmitteln (Fleisch, Fisch, Käse, Wurst etc.) bestehen, sind bei den meisten Menschen der Industrienationen leider weit verbreitet. Damit wird eine Säurebelastung ebenso wie ein Mineralstoffmangel des Organismus forciert.
Der Fleischkonsum ist zu hoch.
Anders ausgedrückt: Der Obst und Gemüsekonsum ist viel zu niedrig. Der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, 5-mal am Tag Obst und/oder Gemüse zu verzehren, folgen nur die wenigsten. Ein Teufelskreis beginnt: Anfallende Säuren müssen durch basische Mineralsalze neutralisiert werden. Mineralsalze fehlen, der Organismus übersäuert.
Auf der Suche nach Entstehungsursachen einer Säureüberlastung muss man neben der Ernährung auch die Atmung sowie die Ausscheidung betrachten:
• Mangelnde Bewegung an der frischen Luft behindert die optimale Versorgung mit Sauerstoff.
• Fehlende körperliche Anstrengung an der frischen Luft verhindert das verstärkte Abatmen von Säuren.
• Eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr behindert eine optimale Ausscheidung über Niere aber auch über die Haut (Schwitzen).
• Eine gestörte Darmfunktion bzw. Darmflora* beeinflusst ebenfalls den Säure-Basen-Haushalt. Eventuell vorkommende Fäulnisprodukte* können z. B. ebenfalls säuernd auf den Organismus wirken.
Menschen, die aufgrund von schwerwiegenden Erkrankungen Probleme mit der Nährstoffaufnahme im Magen-Darm-Trakt, dem zellulären Stoffwechsel, der Atmung oder der Ausscheidung haben, sollten sich auf jeden Fall mit einem Therapeuten hinsichtlich der Säurebelastungsthematik beraten.
Bei Störungen der Darmfunktion bzw. Darmflora sollte ebenfalls ein Therapeut zu Rate gezogen werden, um die genaue Vorgehensweise zu besprechen. Die Regeneration der Darmflora und der Ausgleich eventueller Störungen sollte mit dem Erreichen der Säure-Basen-Balance Hand in Hand gehen.
Weitere negative Einflüsse auf den Säure-Basen-Haushalt haben Stress*, Entzündungsprozesse sowie Medikamente, wenn diese vor der Ausscheidung aus dem Körper in Säuren umgewandelt werden.
Zusammenfassung der negativen Einflüsse auf den Säure-Basen-Haushalt:
zu viel säurebildende Nahrung (u.a. Fleisch, Fisch, Wurst...) |
zu wenig basenbildende Nahrung (u.a. Obst, Gemüse, Kartoffeln...) |
zu viel Stress |
zu wenig Mineralien (u.a. Vollkornprodukte, Nüsse, Gemüse, Obst...) |
Entzündungsprozesse |
zu wenig Bewegung |
Medikamente |
zu wenig frische Luft |
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zu wenig Flüssigkeit |
*Die Erklärung der Begriffe finden Sie im Glossar.
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