2006/11 PASCOE Naturmedizin: Negative Rahmenbedingungen für Naturmedizin
Dennoch: Gesundheitspolitik grenzt Naturmedizin aus der Erstattungsfähigkeit aus und gefährdet damit die Therapievielfalt am Standort
Keywords: Naturmedizin
Bild v.l. Jörg Uwe Hahn FDP, Gregor Disson BPI, Magali Neumann BPI, Jürgen F. Pascoe Geschäftsführer von PASCOE, Karl Zissel FDP
Die Politik räumt der Naturmedizin einen geringen Stellenwert ein, beklagt Jürgen Pascoe, Firmenchef der Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH in Giessen, anlässlich eines Besuches der FDP-Fraktion des hessischen Landtags, am heutigen Nachmittag, in seinem Hause.
Seit 1. Januar 2004 werden naturmedizinische Produkte kraft Gesetz nicht mehr von den Krankenkassen erstattet. „Das widerspricht jedem Patientenwillen“, so Pascoe „und hemmt die Therapievielfalt, dort wo Deutschland stolz auf innovative alternative Therapien sein sollte, die in diesem Land ihren Ursprung haben“. Eine EMNID Umfrage belegte, so Pascoe, dass über 80 % der Bevölkerung Naturmedizin bevorzugen. „Diese Ergebnisse zeigen, dass die Menschen von der Naturmedizin überzeugt sind, sagt der Familienunternehmer engagiert. „Deshalb ist es weiterhin unser Ziel, die Naturmedizin auf gleiche Augenhöhe mit der Schulmedizin zu bringen“.
Trotz der negativen gesundheitspolitischen Bedingungen der letzten Jahre – genannt seien Kostendämpfungsgesetze wie das GKV-Modernisierungsgesetz der rot-grünen Regierung oder das Arzneimittelversorgungs- und Wirtschaftlichkeitsgesetz vom 1. Mai 2006 – hat sich die Firma Pascoe noch vergleichsweise gut entwickelt. „Wir haben den Umsatz in den letzten zehn Jahren verdoppelt“ gibt Pascoe an. „Heute beschäftigen wir über 180 Mitarbeiter“, erzählt er stolz. Damit es so positiv weitergehen kann, bedarf es einer wirtschafts- und patientenfreundlicheren Gesundheitspolitik in Deutschland, so Jürgen F. Pascoe. Die aktuellen Pläne zur Gesundheitsreform ließen das nicht erkennen. Auch behinderten langwierige Zulassungsverfahren nach EU-Richtlinien den Marktzugang der Anbieter von Naturmedizin. Eine größere Flexibilität ist für Pascoe unverzichtbar: das Unternehmen exportiert seine Produkte weltweit in 25 Länder und muss im Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben.
Das 1918 von dem Apotheker Friedrich Pascoe gegründete Untrnehmen ist in dritter Generation in Familienhand. Pascoe stellt ca. 200 Präparate, pflanzliche Arzneimittel und homöopathische Komplexpräparate sowie Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel, her. Damit ist das Unternehmen einer der führenden Anbieter auf dem Gebiet der Naturmedizin. „Innovation, Tradition und Kompetenz sind keine Widersprüche sondern gute Komponenten einer erfolgreichen Geschäftsführung“, so Pascoe. Für seine Innovationsfähigkeit wurde das Unternehmen erst jüngst ausgezeichnet. Am 24. Juli erhielt PASCOE Naturmedizin als einziges Pharmaunternehmen den Innovationspreis TOP 100 aus den Händen von Lothar Späth, Ex-Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Der Preis wird im Rahmen einer bundesweiten und branchenübergreifenden Vergleichsstudie zum Innovationsmanagement in mittelständischen Unternehmen verliehen.
PASCOE pharmazeutische Präparate GmbH, 35383 Giessen, Tel.: 06 41/79 60 - 0,
Fax: 06 41/79 60 - 123, E-Mail: presse@pascoe.de, Internet: www.pascoe.de
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