Beschwerden im Verdauungssystem
Der Magen-Darmtrakt dient der Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen und ist zu 70–80% an der Funktion unseres Immunsystems beteiligt. Gerade diese Funktion wird häufig unterschätzt...
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Bauchschmerzen (Blähungen, Nabelkoliken)
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Darmflora
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Verstopfung (= Obstipation)
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Magen-Darm-Entzündung (Magen-Darm-Katarrh, Durchfall, Diarrhöe)
Außerdem ist der Darm eines der größten Organe in unserem Körper. Hier filtern Milliarden von Zellen die lebenswichtigen Nährstoffe heraus. Gleichzeitig werden über den Darm viele der überflüssigen, unverträglichen und giftigen Stoffe ausgeschieden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ebenso wichtig für eine gesunde Magen-Darm-Funktion wie eine ausgewogene Ernährung und Bewegung.
Und nicht zu vergessen das seelische Gleichgewicht. Stress, Kummer und Ärger können auch schon den Kleinen sprichwörtlich „auf den Magen schlagen“.
Bauchschmerzen (Blähungen, Nabelkoliken)
Bauchschmerzen sind bei Kindern häufig und können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Neben Infektionen und Reaktionen auf verdorbene oder unverträgliche Nahrung können sich auch ernsthafte Organerkrankungen hinter Bauchschmerzen verbergen. Hier ist selbstverständlich ein Therapeut hinzuzuziehen, der ernsthafte Erkrankungen ausschließt.
Viel häufiger ist jedoch eine Reaktion des vegetativen Nervensystems auf psychische Belastungen. Die Schmerzen machen sich dann als Nabelkoliken – starke Schmerzen im Nabelbereich – bemerkbar. In diesen Fällen wäre eine Behandlung emotionaler Störungen mit in Betracht zu ziehen.
Schwer verdauliche Speisen können zu Blähungen führen. Heilpflanzen wie Kamille, Kümmel und Pfefferminze haben sich seit Jahrhunderten bei Bauchschmerzen verschiedenster Ursache und Blähungen bewährt. Sie sind in dem Arzneimittel PASCOVENTRAL® Tropfen miteinander kombiniert.
Naturmedizin
PASCOVENTRAL® (auch für Säuglinge)
Allgemeine Maßnahmen
- Sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn
- Feuchtwarme Wickel und Kompressen
- Liebevolle Fürsorge
Bauchkompresse
Melissen- oder Kümmelöl wird mit einem Pflanzenöl 1:10 gemischt. Die auf der Heizung erwärmte Kompresse wird mit dem Öl beträufelt und mit einem Baumwolltuch auf den Oberbauch gelegt. Ein Wolltuch obenauf und eine warme Wärmflasche garantieren die notwendige Wärme.
Darmflora
Der Darm beherbergt eine große Anzahl unterschiedlicher Mikroorganismen. Es leben dort Milliarden von Bakterien (wir haben 10-mal mehr Bakterien im Darm als körpereigene Zellen!), die für eine optimale Verdauung, Abwehr und Nährstoffverwertung unerlässlich sind. Die Darmflora besteht aus ca. 500 verschiedenen Arten, darunter Milchsäurebakterien (Lactobacillus), Bifido-bakterien, Kolibakterien und Enterokokken. Zusammen werden sie auch als Darmsymbionten bezeichnet. Das Wort „Symbionten“ kommt vom griechischen „symbio“, was soviel wie „Zusammenleben zum wechselseitigen Nutzen“ bedeutet.
Zahlreiche Faktoren wie einseitige Ernährung, Stress, Antibiotika usw. können die Darmflora in ihrer Zusammensetzung und Funktion beeinträchtigen. Gesteigerte Infektanfälligkeit, Allergien, Leistungsschwäche oder andauernde Blähungen können die Folgen sein. Daher ist eine Gesunderhaltung der natürlichen Darmflora für das Allgemeinbefinden besonders wichtig! Lassen Sie sich von Ihrem naturheilkundlichen Therapeuten über die Möglichkeiten der Darmsanierung bzw. Symbioselenkung bei Ihrem Kind beraten.
Allgemeine Maßnahmen
- Naturbelassene, vitalstoff-, basen-und ballaststoffreiche Kost
- Langsam essen, gut kauen
- Viel Flüssigkeit, am besten Mineralwasser und Kräuter- und Früchtetees
- Prä- und Probiotika
Präbiotika sind für den Menschen unverdauliche Kohlenhydrate, also Ballaststoffe. Sie sind wichtige Nahrungsgrundlage für einzelne Darmbakterien-Arten und können so gezielt die Zusammensetzung der Darmflora beeinflussen. Darmbakterien mit einem gesundheitsfördernden Einfluss können sich mit ihrer Hilfe im Dickdarm anhäufen. Industriell werden Präbiotika, insbesondere Inulin und Oligofructose, aus der Wurzelzichorie (Chicorée) hergestellt. Präbiotika werden oft probiotischen Lebensmitteln zugesetzt.
Probiotika enthalten lebensfähige Mikroorganismen, wie sie auch in der Darmflora vorkommen, die in ausreichenden Mengen konsumiert einen gesundheitsfördernden Einfluss auf den Menschen haben. Probiotika können als speziell zubereitete Lebensmittel oder in Form von Arzneimitteln gegeben werden.
Verstopfung (= Obstipation)
Je nach Umfang und Zusammensetzung der Nahrung ist die „Durchlaufzeit“ durch den Darm unterschiedlich. Bei Lebensmitteln, die zwar viele Nähr-, aber wenig Ballaststoffe enthalten, kann die Stuhlmenge sehr gering und die Verweilzeit hoch sein. Zu denken wäre hier an voll gestillte Säuglinge: da die Zusammensetzung der Muttermilch meistens ideal für sie ist, können mehrere Tage ohne Stuhl normal sein.
Es ist wichtig, dass Sie auf Veränderungen im Vergleich zur bisherigen Zeit und auf Beschwerden ihres Kindes (durch sehr harten Kot) achten. Von Verstopfung spricht man im Allgemeinen erst, wenn ein Stuhlgang seltener als dreimal pro Woche auftritt und Beschwerden, wie Blähungen, auftreten. Die Ursachen von Verstopfung können vielfältig sein. Organische Erkrankungen kommen in Frage, auch psychische Belastungen; viel häufiger jedoch handelt es sich um Bewegungsmangel und zu geringe Ballaststoff- und Flüssigkeitszufuhr. Deshalb gilt: Ursache klären und Grundleiden behandeln bzw. Darm unterstützen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Heilpraktiker beraten!
Naturmedizin
Zur Therapie der Verstopfung als Darmregulans (längerfristig)
PASCOMUCIL® Pulver (für Kinder ab 12 Jahren)
Zur Unterstützung der Verdauung und bei Blähungen
PASCOVENTRAL® Tropfen (auch für Säuglinge)
Allgemeine Maßnahmen
- Vitalstoff-, basen- und ballaststoffreiche; sowie zucker- und fleischarme Kost
- Vollkornbrot statt Weißmehlprodukte!
- Leinsamen, eingeweichte Backpflaumen, frische Fruchtsäfte
- Viel Bewegung
- Viel Trinken, am besten Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Therapeuten ggf. über eine Symbioselenkung!
Plantaginis ovatae semen (Indische Flohsamen)
Einjährige Pflanze aus der Familie der Wegerichgewächse. Als Arzneidroge werden die Schalen der reifen Samen verwendet, die 20–30% Schleimstoffe enthalten. Sie wirken als Quellstoff und müssen daher mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden. Bei Durchfall binden sie Wasser und verlängern dadurch die Transit-Zeit des Darminhaltes, bei Verstopfung dagegen regen sie durch das große Volumen die Darmbewegungen an und verkürzen damit die Darmpassage.
Magen-Darm-Entzündung (Magen-Darm-Katarrh, Durchfall, Diarrhöe)
Es handelt sich um eine unspezifische Schleimhautentzündung des Magen-Darm-Kanals, die meist mit starken Schmerzen und Durchfall oder Brechdurchfall einhergeht. Meist sind Viren, seltener Bakterien die Auslöser. Die Symptome treten oft sehr plötzlich auf. Da Brechdurchfall auch bei einer Reihe von ernsthaften Erkrankungen/Infektionen auftreten kann und es infolge des Flüssigkeitsverlustes zu schweren Komplikationen kommen kann, ist insbesondere bei kleinen Kindern oder länger anhaltenden Durchfällen medizinischer Rat einzuholen!
Allgemeine Maßnahmen
- Viel trinken – v.a. Tees und Elektrolytlösungen (z.B. selbst gemachten Elektrolyt-Tee – siehe TIPP), keine Milch (außer Muttermilch)!
- Säuglinge und Kleinkinder: Heilnahrung
- Bei größeren Kindern: 1–2 Tage Teefasten, evtl. mit Kohle- oder Heilerdegaben, evtl. Salzstangen o.ä., dann 2 Tage lang geriebene Äpfel, Zwieback, Reisschleim, Karotten-, Bananenbrei; dann Magen-Darm-Schonkost (leicht verdaulich, fett-, zucker- und eiweißarm)
- Bauch gut warm halten durch trockene, gut sitzende Leibwickel
- Bettruhe
Elektrolyt-Tee (Orangen-Tee)
- 250 ml dünnen schwarzen Tee (1 Teebeutel, eine Minute ziehen lassen)
- 50 ml Orangensaft (möglichst frisch gepresst)
- 1 Prise (2 g) Salz
- 1 Teelöffel Traubenzucker
Alles miteinander mischen. Bei Durchfall und Erbrechen sollte Ihr Kind davon 100–150 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht trinken – für ein 20 kg schweres Kind bedeutet das: Täglich 2–3 Liter.
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