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Kopfschmerzen/Schwindel

Unter Kopfschmerzen und Schwindel, können auch schon Kinder leiden. Meistens handelt es sich dabei um Symptom anderer Erkrankungen - insbesondere Erkältungskrankheiten.

  1. Kopfschmerzen
  2. Migräne
  3. Reisekrankheit (= Kinetose)

Kopfschmerzen können auch Reaktionen auf äußere oder innere Faktoren wie schlechte Luft, Zigarettenqualm, Wetterumschwung, Angst und Sorgen sein. Im Schulkindalter neigen tendenziell immer mehr Kinder zu Kopfschmerzen.

Kopfschmerzen

Wie auch bei Erwachsenen sind Kopfschmerzen bei Kindern häufig ein Hinweis des Körpers auf eine Überlastung. Sorgen Sie deshalb für Ruhe, frische Luft, Zuwendung und Wohlbefinden Ihres Kindes! Aber beachten Sie bitte: Bei häufigen, starken, erstmals oder plötzlich auftretenden Kopfschmerzen muss die Ursache von einem Therapeuten geklärt werden – hinter Kopfschmerzen können sich auch ernsthafte Erkrankungen verbergen!

Naturmedizin

Homöopathische Kombinationsmittel, deren wirksame Bestandteile zur Behandlung von Kopfschmerzen geeignet sind, zielen meist nicht auf eine sofortige Schmerzbekämpfung, sondern dienen eher einer Harmonisierung des Organismus durch ihre Wirkung auf das zentrale und periphere Nervensystem. Demzufolge ist es sinnvoll, homöopathische Komplexmittel über einen längeren Zeitraum im Sinne einer Umstimmungstherapie einzusetzen, wenn eine allgemeine Neigung zu häufigen Kopfschmerz-Attacken besteht. Es hat sich aber auch bewährt, bei akuten Kopfschmerzen in kurzen Abständen kleine Gaben eines homöopathischen Komplexmittels (z.B. ANTIMIGREN®) einzunehmen. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Therapeuten.

ANTIMIGREN® Tabletten

ANTIMIGREN® SL Tropfen

Allgemeine Maßnahmen (je nach individuellem Bedürfnis)

  • Kühle Umschläge auf die Stirn
  • Bei älteren Kindern (ab ca. 6 Jahren): japanisches Heilpflanzenöl auf die Schläfen auftragen
  • Ausreichend viel trinken
  • Ruhe im abgedunkelten Raum
  • Bewegung, möglichst an frischer Luft
  • Ausreichend Schlaf
  • Auf gute Magnesium-Versorgung achten
  • Sanfte Nackenmassage (Zuwendung)
  • Wechselfußbäder (warm lang, kalt kurz)
  • Mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten beachten!

Migräne

Unter Migräne versteht man einen fast unerträglichen, meist einseitigen Kopfschmerz, der dumpf bis pulsierend erscheint. Bei Kindern ist die Einseitigkeit weniger typisch als bei Erwachsenen. Etwa 12% unserer erwachsenen Bevölkerung leiden an mehr oder weniger häufigen Migräne-Attacken. Auch Kinder ab etwa dem 3. Lebensjahr können an Migräne erkranken. Vor der Pubertät liegt die Häufigkeit bei rund 4%. Mädchen und Jungen sind dabei noch in gleichem Maße betroffen. Bei Kindern sind die Migräne-Attacken meist kürzer (1–6 Stunden) als bei Erwachsenen. Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen treten bei ihnen besonders häufig während einer Attacke auf.

Allgemeine Maßnahmen

  • Bei akutem Migräneanfall: Ruhe und Entspannung, u. U. im abgedunkelten Raum.
  • Bei älteren Kindern: Stirn und Schläfen mit Pfefferminzöl einreiben.
  • Physikalische Therapie: Ableitung durch Wechsel-, Fuß- und Kniebäder, evtl. Wadenwickel; Wärmeanwendungen zur Entspannung der Nackenmuskulatur.
  • Ernährung: Meiden von tyramin- und histaminhaltigen Nahrungsmitteln (Käse, Tomaten, Bananen, Avocados, Schokolade und Erdbeeren); darauf achten, welche Lebensmittel Migräneattacken auslösen!
  • Im Frühstadium können Vitamin C und Magnesium eventuell helfen, einen Anfall abzuwenden.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten ausschließen!
  • Suche nach geeignetem Schmerzmittel mit Hilfe eines Arztes.

Naturmedizin

Wie im Kapitel Kopfschmerzen beschrieben, kann in Absprache mit Ihrem Therapeuten eine langfristige Therapie mit einem homöopathischen Komplexmittel zu einer Harmonisierung des Organismus beitragen und damit die Anfallshäufigkeit und Anfallsdauer vermindern. Darüber hinaus kann ein solches Mittel, wenn es sofort bei den ersten Anzeichen einer Attacke in kurzen Abständen eingenommen wird, diesen eventuell abwenden. Es ist jedoch leider nicht möglich, die Schmerzen eines akuten Migräneanfalls mit homöopathischen Mitteln zu bekämpfen.

Weitere Informationen und Tipps finden Sie im PASCOE-Patientenratgeber Kopfschmerzen und Migräne

Reisekrankheit (= Kinetose)

Unter Reisekrankheit, die auch als Seekrankheit oder Fahrkrankheit bekannt ist, versteht man Übelkeit mit Schwindelgefühlen und Erbrechen, die mit einer Fortbewegung (z. B. im Bus, Auto oder Schiff) einhergehen. Dieses Problem entsteht durch sich widersprechende Informationen des Auges und des Gleichgewichtssinns im Innenohr: Bei einer Schiffsreise z. B. verspürt das Gleichgewichtsorgan die Wellenbewegung des Meeres, während das Auge einen Stillstand meldet, da sich das Schiff im Verhältnis zum Betrachter nicht bewegt. Diese widersprüchlichen Informationen werden im Gehirn falsch verarbeitet, die Folgen sind Schwindelgefühle oder Übelkeit, die bis zum Erbrechen führen kann.

Naturmedizin

Eine halbe Stunde vor Antritt der Fahrt mit der Einnahme beginnen, in schweren Fällen ca. 2 Tage vor Fahrtantritt.
VERTIGOPAS® Tropfen

Allgemeine Maßnahmen

  • Fixieren eines Punktes in der Ferne, z.B. Zählen der vorbeifahrenden Autos
  • Regelmäßige Pausen bei Autofahrt mit Bewegung an frischer Luft und Hüpfen bzw. kräftigem Stampfen mit den Füßen, sowie Flüssigkeitsaufnahme
  • Evtl. Musik (über Kopfhörer)
  • Aufrechthalten des Kopfes
  • Leichte, kohlenhydratreiche und fettarme Kost
  • Meiden von Milchprodukten (vor der Fahrt häufig beobachtet)