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Seitenabruf: 20.08.2008 11:12:05
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Besonders bei akuten Beschwerden zeigen Homöopathika oft beeindruckend schnelle Ergebnisse. Ein fieberndes, verängstigtes Kind kann sich fast augenblicklich beruhigen und entspannen. Die jahrelange Erfahrung in der Therapie mit homöopathischen Mitteln hat gezeigt, dass ein richtig gewähltes Mittel bei akuten Erkrankungen bereits kurze Zeit nach der Verabreichung seine Reizwirkung auf den Organismus ausübt. Bei älteren, chronischen Leiden muss in der Regel einige Zeit auf einen erkennbaren Erfolg gewartet werden. Der Heilungsprozess wird zwar auch hier sofort aktiviert, das Resultat ist aber erst nach geraumer Zeit spürbar. In der Regel gilt:
Die Wirkungsdauer einer Gabe hängt von der Reaktionsfähigkeit des einzelnen Organismus, der gewählten Potenz und der Zusammensetzung des einzelnen Mittels ab. Sie wird also von Patient zu Patient verschieden sein. Die in Dosierungsanleitungen genannten Angaben sind daher nur als Richtschnur zu verstehen, abweichende Anweisungen des Therapeuten müssen unbedingt beachtet werden!
Prinzipiell gilt: Über längere Zeit sollten auch homöopathische Arzneimittel nur auf therapeutischen Rat eingenommen werden.
Nein, es ist jedoch bekannt, dass schädigende Faktoren in der Lebensweise und größere Mengen Genussgifte (z. B. Nikotin, Kaffee) die Wirkung homöopathischer Arzneimittel ungünstig beeinflussen können. Allgemein gilt: Eine vernünftige und ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung, möglichst in frischer Luft, sind der Gesundheit zuträglich.
Ja, auch für Homöopathika gibt es manchmal Gegenanzeigen. Bei einer Bienengiftallergie z. B. dürfen keine Präparate, die als Wirkstoff Bienengift enthalten, verwendet werden. Manche Präparate sind im Falle einer Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht geeignet. Bitte beachten Sie daher auf jeden Fall die Angaben in der Packungsbeilage.
Einige Similiaplexe dürfen während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Daher sollten Sie Ihren betreuenden Therapeuten auf eine mögliche Schwangerschaft bzw. Stillphase hinweisen.
Aus prinzipiellen Erwägungen sollten Similiaplexe (genau wie alle anderen Arzneimittel) nur nach Rücksprache mit dem die Schwangerschaft betreuenden Arzt und nur nach kritischer Erwägung eingenommen werden.
Ja, dies ist möglich, wenn auch eher selten. In manchen Fällen kann eine Heilreaktion auftreten, die in Fachkreisen Erstverschlimmerung genannt wird. Auch andere Nebenwirkungen sind im einen oder anderen Fall prinzipiell möglich. Beachten Sie hierzu die Angaben in der Packungsbeilage.
Die allermeisten Erstverschlimmerungen sind so fein, dass der Patient sie kaum bemerkt. Starke Heilreaktionen kommen eher bei der Behandlung chronischer Erkrankungen vor. Auch sie sind lästig, aber harmlos. Bei Auftreten von Erstverschlimmerungen soll das Mittel bis zum Abklingen der spürbaren Reaktionen abgesetzt und der Therapeut befragt werden. Dieser entscheidet dann, ob und wie evt. unter Reduzierung der Dosierung weiterbehandelt werden soll.
Nein, wenn der Therapeut z. B. 6 mal täglich 15 Tropfen verordnet hat, dürfen nicht morgens 90 Tropfen genommen werden. Warum? Gerade bei homöopathischen Arzneimitteln ist neben der Menge auch die Häufigkeit der Anwendung wichtig. Mit jeder Einnahme wird ein kleiner Heilungsanstoß gegeben. Bei 1 x 90 Tropfen gibt es also nur 1 Heilungsanstoß, bei 6 x 15 Tropfen also 6 Heilungsanstöße pro Tag.
Das ist nicht schlimm, solange es nicht öfter passiert. Manchmal hilft es, sich kleine Erinnerungen zu schaffen, z. B. zur Zahnbürste stellen, auf den Abendbrottisch legen, einen Erinnerungszettel an den Spiegel kleben usw.
Bisher sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt geworden. Bitte konsultieren Sie Ihren Therapeuten, der entscheidet, ob und welche Maßnahmen eventuell notwendig werden.
Bitte schließen Sie Verpackungen nach Gebrauch stets sorgfältig, damit der Inhalt nicht beeinträchtigt wird: Halten Sie Flaschen immer gut verschlossen, um das Arzneimittel am Verdunsten zu hindern. Lagern Sie insbesondere Tabletten nicht in Feuchträumen (z. B. Bad), damit kein Wasser aufgenommen werden kann. Bitte lagern Sie alle Arzneimittel möglichst kühl, trocken und nicht in der prallen Sonne, da sie sonst möglicherweise Ihre Wirkung verlieren können. Dies gilt für homöopathische Arzneimittel genauso wie für alle anderen Arzneimittel. Aus Prinzip: Alle Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren!
In allen Tropfenformen sind keine weiteren Hilfs- oder Zusatzstoffe enthalten, der Alkohol ist Bestandteil der Wirkstoffe, d.h. der eingesetzten homöopathischen Potenzen. In den Tablettenformen sind die Hilfsstoffe Calciumbehenat oder Magnesiumstearat enthalten, die benötigt werden, um die Tablette pressen zu können. Der enthaltene Milchzucker (= Lactose) ist der Trägerstoff für die homöopathischen Potenzen der Wirkstoffe und wird gleichzeitig zum Pressen der Tabletten benötigt. Weiterhin ist Maisstärke enthalten, die notwendig ist, damit sich die Tabletten rasch auflösen können.
Der in Arzneimitteln eingesetzte Alkohol hat meist mehrere Funktionen:
Der Alkoholgehalt von Homöopathika muss für den einzelnen Fall betrachtet werden. Es gibt Arzneimittel, die z. B. wegen des Gehaltes an Urtinkturen einen höheren Alkoholgehalt haben als andere Arzneimittel. Die Alkoholmenge, die durch ein Arzneimittel mit 70 Vol.-% Alkoholgehalt in der Dosierung von 3 x täglich 20 Tropfen gegeben wird, kann durchaus geringer sein als die in einem anderen Arzneimittel mit z. B. 12,5 Vol.-% Alkohol, von dem aber 3 x täglich 2 Esslöffel eingenommen werden.
Ein Beispiel:
Arzneimittel A:   70 Vol.-%, Dosis: 3 x täglich 20 Tropfen
Alkoholgehalt:   0,4 g in 20 Tropfen, 1,2 g in der Tagesdosis.
Merke: Nicht der Gehalt in Vol.-%, sondern die exakte Menge in der jeweils verordneten Dosis muss zur Beurteilung herangezogen werden.
 
Suchen Sie auf der linken Säule den Alkoholanteil in Vol.- und auf der rechten die Menge in Tropfen oder ml des Arzneimittels, die eingenommen werden soll. Diese beiden Punkte werden mit einer Linie verbunden. Am Schnittpunkt auf der mittleren Säule wird der Alkoholgehalt in Gramm abgelesen. Beispiel (blau eingezeichnet): von einem Arzneimittel mit 40 Vol.-% Alkohol werden 20 Tropfen eingenommen. Der Alkoholgehalt liegt bei 0,2 g.
Aufgrund der üblicherweise sehr niedrigen Menge an Alkohol können normalerweise auch Kinder, Schwangere etc. diese Arzneimittel verwenden. Der genaue Gehalt kann mit dem Alkoholrechenlineal für jeden Fall einzeln kalkuliert und die Menge bewertet werden.
Tipp: Der Geschmack von Alkohol verschwindet, wenn die Tropfen in ein halbes Glas warmes Wasser gegeben und dann getrunken werden.
Wichtig: "Trockene" Alkoholiker müssen Alkohol in jeder Form und Menge vermeiden und bei Bedarf auf Tablettenpräparate zurückgreifen.
Sofern in der Packungsbeilage keine Hinweise auf reaktionsverzögernde Wirkstoffe genannt sind, besteht wegen des Alkoholgehaltes kein Grund für eine Fahruntüchtigkeit. Selbst bei einer Einnahme von 3,75 g Alkohol aus einer Arzneidosis würden folgende Blutalkoholgehalte resultieren:
| 85 kg Körpergewicht: |    0,063 Promille |
| 60 kg Körpergewicht: |    0,089 Promille |
| 30 kg Körpergewicht: |    0,179 Promille |
Folgende Präparate liegen als Tabletten in der Packungsgröße 100 Stück vor:
Man kann sich entweder bei entsprechenden Therapeutenverbänden nach einer Adressenliste erkundigen oder bei entsprechenden Datenbanken im Internet (z. B. bei http://www.naturheilkunde.de) recherchieren.
Die Grenzen liegen normalerweise in der Reaktionsfähigkeit des Körpers. Homöopathische Präparate sind also nicht angebracht bei Erkrankungen, bei denen eine Stimulation der körpereigenen Regulation erfolglos ist (z. B. insulinpflichtige Zuckerkrankheit). Selbstverständlich sind ebenfalls Erkrankungen, die chirurgisch oder intensiv-medizinisch zu behandeln sind, von der (alleinigen) homöopathischen Therapie auszuschließen.
Alle Similiaplexe sind nur in Apotheken erhältlich, dort, wo die Fachleute für Arzneimittel Sie gut beraten können.