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Formen des Fastens

  1. Heilfasten nach Buchinger
  2. Selbständiges Fasten für Gesunde nach Buchinger/Lützner
  3. Wasserfasten, Null-Diät
  4. Teefasten
  5. Molke-Trinkkur
  6. Schleimfasten
  7. Regeln für die Fastentage

Heilfasten nach Buchinger

Kalorienarme Trinkdiät; Fastendauer ca. 14–25 Tage; Krankenbehandlung unter fastenärztlicher Leitung in einer Fastenklinik.

Selbständiges Fasten für Gesunde nach Buchinger/Lützner

Kalorienarme Trinkdiät; Fastendauer 5–7 Tage, zur Gesundheitsförderung in eigener Verantwortung evtl. unter Anleitung von FastenleiterInnen in der Gruppe.

Wasserfasten, Null-Diät

Therapeutisches Fasten, insbesondere bei starkem Übergewicht; verlangt fachkundige Betreuung zur Vermeidung von Risiken (Muskulaturabbau, Kreislaufprobleme, Übersäuerung, veränderte Medikamentenwirkung)

Teefasten

Ähnlich Wasserfasten, aber mit dem Vorteil, dass Kräutertees eine Übersäuerung vermeiden
helfen und therapeutische Effekte haben können.

Molke-Trinkkur

Kalorienarme Trinkdiät; im 18. und 19. Jahrhundert in der Alpenregion weit verbreitet; 20–24 Tage; 1 bis 2 Liter Frischmolke (hoher biologischer Wert) in kleinen, über den Tag verteilten Schlucken trinken; außerdem Frischpflanzensäfte (Brennnessel, Artischocke, Löwenzahn, Weißdorn) und Mineralwasser, täglich insgesamt 3 Liter Flüssigkeit.

Schleimfasten

3–6-mal täglich eine Tasse Gersten-, Hafer-, Reis- oder Leinsamenschleims schluckweise trinken, Vorteil: Schleim schützt empfindliche Mund- und Magenschleimhäute, wenn Obst- und Gemüsesaft-Fasten schlecht vertragen wird.

Regeln für die Fastentage

- Nichts essen (zeitlich begrenzt auf 5–25 Tage)
- 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit (Säfte, Tee, Wasser, Gemüsebrühe) pro Tag trinken
- Weglassen, was nicht lebensnotwendig ist (Alkohol, Nikotin, Koffein, Süßes)
- Natürlich leben, vom Alltag lösen (körperliche Aktivität im Wechsel mit Ruhe und Entspannung; keine Hektik; kein „sinnloser“ Zeitvertreib; kein Terminkalender, kein Fernseher; heraus aus familiären und beruflichen Bindungen)
- Aktivität der Ausscheidungsorgane (Darm, Nieren, Lunge, Haut) fördern
- Eigenes Leben und Entwicklung überdenken und evtl. neu planen
- Kostaufbau ernst nehmen und als Chance für künftige gesunde Ernährung ansehen
- Nur Fasten bei innerer Bereitschaft und ausreichender Informiertheit
- Gewicht ist Nebensache: „Nach dem Fasten sollte das Bewusstsein weiter sein als der Hosenbund!“