Probleme beim Fasten
Kleine „Fastenkrisen“ können zum Beispiel durch Entzugserscheinungen, leichten Blutdruckabfall mit Schwindel und Entgiftungsphänomene hervorgerufen werden.
Diese Erscheinungen sind in der Regel vorübergehender Natur und somit harmlos. Es bietet sich eine Behandlung mit homöopathischen oder anderen naturheilkundlichen Mitteln an. Erfahrungsgemäß reagieren wir gerade während der Fastenzeit sehr gut auf Homöopathika.
Hier einige Tipps, wie Sie sich selbst helfen können:
- Kreislaufbeschwerden: Spazierengehen, Trinken, morgendliche Bürstenmassage, evtl. Einnahme von Kreislauf stärkenden Tropfen, welche Crataegus und Camphora enthalten.
- Übelkeit: homöopathische Arzneimittel, die Nux vomica in niedriger Potenz enthalten – lassen sie sich von Ihrem Therapeuten oder Apotheker beraten!
- Kopfschmerzen/Migräne: täglicher Einlauf, viel trinken, Einnahme des homöopathischen Arzneimittels ANTIMIGREN® (Tropfen SL/Tabletten), Akupunktur, evtl. 1 Teelöffel Honig am Nachmittag.
- Frieren: Bewegung; Wärmflasche; heiße, wärmende Tees (Ingwer, Fenchel); warme Socken und Decken; eventuell ein aufsteigendes Fußbad (28° warmes Wasser langsam durch Hinzufügen von heißem Wasser auf 38° erwärmen, evtl. Rosmarin-Zusatz); evtl. Sauna (allerdings nicht an
den ersten beiden Tagen, nicht zu heiß und nicht allein, da Gefahr von Kreislaufbeschwerden!)
- Magenbeschwerden: sollten Sie durch die Obstsäfte Magenschleimhautreizungen bekommen, können Sie auf „Schleim-Fasten“ umsteigen, bei krampfartigen Beschwerden können Leberwickel helfen
- Mundgeruch: Pfefferminz-Tee, häufiges Zähne- und Zungen-Putzen, Zitronenschnitz kauen, Gurgeln mit Wasser und einigen Tropfen japanischen Heilpflanzenöls o.ä.
- Hunger: Kaumuskeln stillhalten (kein Kaugummi o.ä.), viel und rechtzeitig trinken, an eigene Fasten-Motivation denken, Süßstoffe vermeiden, Fernhalten von Speisen und essenden Mitmenschen, Einlauf
Sind die Beschwerden jedoch schwerwiegender, konsultieren Sie Ihren Arzt oder Heilpraktiker!
Autofahren während des Fastens sollten Sie vermeiden, da die Reaktionszeit des Fastenden etwas verlangsamt ist. Wenn sich das Fahren nicht vermeiden lässt: Defensiv und langsam Fahren!
Durch den Entzug von Nahrungsmitteln reagiert der Körper bei Wiederaufnahme gelegentlich besonders sensibel. Das betrifft v.a. vorher unerkannte Nahrungsmittelallergien. Während diese vorher vielleicht nur die Lebensqualität einschränkten, kann es nach dem Fasten zu heftigen
Beschwerden, wie Durchfall, Bauchkrämpfen oder Kopfschmerzen kommen. Achten Sie auf solche Reaktionen Ihres Körpers und streichen Sie die entsprechenden Nahrungsmittel von Ihrem Speiseplan.
Die so genannte „Demaskierung“ von Nahrungsmittelallergien ist ein nützliches Nebenergebnis einer Fastenkur.
Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente!
Hippokrates
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