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Warum Fasten?

Gefastet wird wegen einer schon bestehenden Grunderkrankung (Heilfasten) oder aus Gründen der Gesundheitsvorsorge und eines angestrebten Wohlbefindens.

Häufig soll durch das Fasten eine Änderung des Lebensstiles (z.B. mit ausreichender körperlicher Aktivität) und der Ernährung (z.B. kalorienreduzierte, vollwertige und ballaststoffreiche Kost) eingeleitet werden.

Unser Körper ist häufig sowohl durch Lebensweise (zu wenig Bewegung an frischer Luft, zu wenig Entspannung, zuviel Sitzen, Stress) als auch Ernährung (zu viel, zu süß, zu wenig Vitalstoffe, zu fett) stark belastet. Inzwischen ist erwiesen, dass ein Großteil der im Zunehmen begriffenen „Zivilsationserkrankungen“ aber auch viele andere Beschwerden ernährungsbedingt sind. Wenige Menschen wissen, dass auch Gesundheit bzw. das Stadium vor dem Ausbruch einer Krankheit (denn diese entsteht ja meistens schleichend) häufig schon durch Funktionseinschränkung einzelner Gewebe und Organe gekennzeichnet ist. Häufig sind unsere Ausscheidungsorgane (Nieren, Leber, Lymphsystem) überfordert. Stoffwechselendprodukte werden dann im Körper (Bindegewebe) zwischen- (oder auch end-) gelagert. Oft wird hier von „Verschlackung“ gesprochen. Fasten als Beginn einer Ernährungsumstellung kann helfen, den Stoffwechsel zu entlasten und damit diese „Sackgasse“ zu durchbrechen.

Der Sinn des Fastens besteht auch in einer inneren Reinigung und Regeneration, in Bewusstwerdung und Selbstfindung, in einer Umstimmung des Denkens. Um neue Denkstrukturen in unserem Gehirn zu etablieren, bedarf es jedoch einer deutlichen Verhaltensänderung. Um das zu erreichen, sollten wir nicht nur auf Nahrungsmittel verzichten, sondern auch auf anderes: Fernsehen, Illustrierte, Animation, Hektik, Trägheit, Ignoranz der eigenen Bedürfnisse etc.

Fasten hat etwas mit dem Aufbrechen von gewohnten Denk- und Verhaltensmustern zu tun. Am besten gelingt dies in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten, in ruhiger natürlicher Umgebung, an stillen Orten wie Klöstern, Landhäusern u. ä.

 

Verzicht und Loslassen, „Entrümpelung“ von Körper & Geist geben uns die Möglichkeit, ganz elementare Dinge neu zu lernen: Begeisterungsfähigkeit für die Schönheit der Natur, Freude an der Stille, Bewegung zu genießen, alle Sinne zu sensibilisieren – Glück zu empfinden.

Mahatma Gandhi schreibt dazu:

Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens.
Ich kann auf sie ebenso wenig verzichten
wie auf meine Augen.
Was die Augen für die äußere Welt sind,
das ist das Fasten für die innere.