Arthrose
Arthrose (v. lat. Articulatio = „Gelenk“) ist eine Gelenkerkrankung, die durch den Abbau der gleitenden Oberfläche eines Gelenkes – des Gelenkknorpels – durch Verschleiß gekennzeichnet ist (= degenerative Gelenkerkrankung). Wird ein Knorpel stark beschädigt oder gar völlig abgenutzt, kommt es zu einer schmerzhaften Reibung, die die Beweglichkeit stark einschränkt.
Das Erreichen eines höheren Lebensalters ist der größte Risikofaktor an Arthrose (auch „Verschleißrheuma“ genannt) zu erkranken. Weitere Ursachen können Gelenküberlastungen z. B. durch Fehlstellungen (sog. O- oder X-Beine), körperliche Überlastung, Ernährungsfehler sowie Übergewicht sein.
Etwa 5 Mio. Menschen in Deutschland leiden derzeit unter Arthrose. Frauen sind dabei stärker betroffen – etwa 30% der über 55jährigen haben Gelenkbeschwerden.
Es gibt u.a. folgende Arthroseformen:
- Gonarthrose – Arthrose im Kniegelenk
- Coxarthrose – Arthrose im Hüftgelenk
- Omarthrose – Arthrose im Schultergelenk
- Spondylarthrose – Arthrose der kleinen Wirbelgelenke
- Rhizarthrose (Syn. Carpometacapalgelenksarthrose) – Arthrose im Daumensattelgelenk
- Heberden-Arthrose – Arthrose der Fingerendgelenke
- Bouchard-Arthrose – Arthrose der Fingermittelgelenke
- Hallux rigidus – Arthrose des Großzehengrundgelenkes
- Hallux valgus – Fehlstellung des ersten Zehens
Wenn von einer Arthrose mehrere Gelenke betroffen sind, spricht man von einer so genannten POLYarthrose (poly = viel).
|